Meharee Adrar N’Ahnet
Südalgerien ca. 2 Wochen mit Geländewagen
und Kamel
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Focus
Gemeinsam mit den Ahnet-Tuareg die einsamen Landschaften westlich und nordwestlich von Tamanrasset wiederentdecken!
Fantastische Granit- und Sandlandschaften im Großraum Adrar N’Ahnet, einsame Dünenlandschaften.
- Wer in Südalgerien mit noch wirklich traditionell lebenden Tuareg unterwegs sein möchte, der sollte sich mit dem Adrar N’Ahnet und den umliegenden Tassili-Zonen anfreunden und somit die Ahnet-Tuareg unterstützen.
- Meharee in der Region des Adrar N’Ahnet
- Wanderung in die Schlucht von Touhak
- Rückfahrt nach Tamanrasset auf einer variierten, abwechslungsreichen Route.
- Die Reise fand bereits zweimal statt, hat jedoch noch immer Pilottour-Charakter.
Vorgesehenes Reiseprogramm
1. und 2. Tag
Flug und Fahrt nach Nordwesten
Ein Non-Stopp Flug der Air Algerie bringt uns von Frankfurt in etwa 4½ Stunden direkt in die zentrale Sahara (oder alternative Flugverbindung). In Tamanrasset übernachten wir in einem hübschen Camp.
Am nächsten Morgen werden die Geländewagen beladen und wir verlassen die schnell wachsende “Wüstenhauptstadt” nach Norden und Nordwesten. Schon am Ende des ersten Fahrtages erreichen wir einen großartigen Platz, genannt Essidiene. Granitkuppen und Berge sind von Sand umweht, eine herrliche Kulisse für einen ersten Lagerplatz. Wir befinden uns nun weit westlich der Berge von In Ekker, die bei klarer Sicht am östlichen Horizont zu erahnen sind.
3. und etwa 4. Tag
Die Ankunft bei den Tuareg des N’Ahnet Gebietes und Start zur Meharee
Der nächste Tag führt uns weiter nach Nordwesten, dem Adrar N’Ahnet entgegen. Die Dünen- und Sandpassagen sind gut zu bewältigen, bei vorsichtiger Fahrweise. Typische, absolut einsame zentralsaharische Urlandschaften säumen unseren Weg. Wir queren viele Oueds und gegen Mittag oder am späten Nachmittag des zweiten Fahrtages taucht dann im Westen die riesige Wand des Adrars auf. Nach Umfahrung dessen Südspitze stoßen wir auf das langgezogene Sandsteinmassiv des Adâfâr.
Das Adrar N’Ahnet Gebiet ist die Nordwestecke des fantastischen Tassili-Ringes, der das Hoggargebirge weiträumig umgibt. Es gibt das Kernmassiv, den Adrar N’Ahnet selbst und den Großraum N’Ahnet. Das eigentliche, steil felsige Massiv des Adrar N’Ahnet wird nicht betreten, da es nur unter großen Schwierigkeiten zu durchqueren ist; es ist für eine Meharee nicht geeignet. Wir bewegen uns im Großraum des Adrar: Die weiten, einsamen Sandsteinlandschaften sind immer wieder von Dünen und Oueds durchzogen und die Täler sind Lebensraum und Schweifgebiet der Kel Ahnet Tuareg.
Der Treffpunkt mit der Karawane und den Chameliers kann in den Dünen des Erg Amdjar sein oder auch in der Nähe eines Brunnens, wie etwa Hassi Amassine. Dies ist abhängig von den Weidemöglichkeiten und wird kurz vor der Tour nochmals abgeklärt. Verbindungsmann zu den Nomaden ist der Clan-Chef der N’Ahnet Tuareg, den wir sehr gut kennen. Oft waren wir mit ihm auf Tour, er nutzt unsere Reisen gern um sein Gebiet zu kontrollieren. Die Idee, diese Reise zu konzipieren, entstand nicht am Schreibtisch bei SUNTOURS, es ist ausdrücklicher Wunsch der dortigen Tuareg, mit uns zu kooperieren und auf Meharee zu gehen.
5. bis etwa 11. Tag
Unterwegs mit der Karawane
Ganz wichtig sind die Begrüßungszeremonien zwischen unseren Begleitern (die Fahrer der Fahrzeuge, der Koch) und den ab jetzt für uns zuständigen Nomaden. Da die Tuareg in dieser Region noch recht traditionell leben, wird es sicherlich einige Runden Tee geben, bevor an Aufbruch zu denken ist. Vielleicht sind Nomadencamps in der Nähe, dann wird vielleicht auch zur Begrüßung eine Ziege oder ein Schaf geschlachtet. Wir werden auf dieser Reise viele Einblicke in die Lebensweise der Nomaden bekommen. Besonders auffallend ist hierbei die höfliche und rücksichtsvolle Umgangsweise untereinander und auch der sorgfältige Umgang mit den Tieren. Falls wir auf Hirtinnen treffen, ist Zurückhaltung angesagt, das erfordert der Verhaltenskodex der Tuareg.
Wie bereits erwähnt, werden wir die Karawanenmannschaft mit ihren Tieren in der Nähe eines aktuellen Weideplatzes treffen. Auch die Route der Meharee kann nicht “vom Schreibtisch aus” festgelegt werden, sie ist ebenfalls abhängig vom Zustand der Weide und der Wasserstellen. Ohnehin müssen die Chameliers einige Male tief in die Berge hineinreiten, um Wasser für unsere Reisegruppe zu holen.
Im Wesentlichen werden wir das Sandsteinplateau Adâfâr mit seinen Tassiliformationen umrunden und einen Ausläufer des Plateaus überqueren. Die Dünen des Erg Amdjar, die Wasserstelle Senâsset und das große Wadi Foum el Aqbet sind hierbei markante Punkte.
Ein Höhepunkt der Tour ist sicherlich auch die Wanderung in die Schlucht von Touhak. Bizarre Felstürme ragen aus der sandigen Ebene auf und kündigen das Tal von Touhak an. Hier im Tal wird die Karawane lagern und die Tiere können weiden. Große Akazien bieten Schatten. Auf einem kaum erkennbaren Pfad wandern wir bis zur Schlucht, an deren Endpunkt sich die etwa 80 Meter hohen Felswände fast berühren. Nur ein schmaler Sonnenstrahl dringt bis auf den Boden des Canyons, dessen Guelta fast immer Wasser enthält.
Die IGN Karte Nr. NG 31 zeigt einige Details der westlichen N’Ahnet-Region: als Kerngebiet das Adâfâr-Plateau (Sandstein), gleich südlich anschließend die Dünen von Afarag und im Südosten die Wasserstelle Tin Senasset. Die Schlucht von Touhak ist leider nicht erfasst, wir nehmen an, dass sie auf Luftbildern nicht zu sehen war, beim Stand der Technik, in den 50er und 60er Jahren, als die IGN-Karten erstellt wurden.
Etwa 12. und 13. Tag
Mit Geländewagen zurück nach Tamanrasset
Der Erg Iguidi N’Afarag mit seinen herrlichen Dünen kann bei gutem Wetter ein “Sprungbrett” für uns sein, wenn wir nach der Meharee auf variiertem Weg wieder zurück nach Tamanrasset fahren. Unsere Fahrer fahren zwar sehr umsichtig und behutsam, dennoch wird uns nach der Meharee das Fortbewegungsmittel “Geländewagen” recht seltsam und schnell vorkommen.
Das Oued Téghahart verläuft streckenweise in unserer Fahrtrichtung und wird uns befahrbares Gelände bieten. In der Regel bleibt noch Zeit, den Ringpluton Adrar Tihâliouîne zu besuchen bzw. darin zu übernachten. Ein beeindruckendes Zeugnis früherer vulkanischer, elementarer Ereignisse im Umland des Hoggargebirges. Die ausgeräumte fast kreisrunde Ebene zwischen den Graniträndern wird von einem Oued durchquert; fantastische, von chemischer Verwitterung geformte Felsen sind immer wieder aufgesetzt wie Theaterkulissen. Schön zum Wandern und Klettern, je nach Interessenlage.
14. und 15.Tag
Tamanrasset und Rückflug
Wir erreichen die westlichen Ausläufer des Hoggargebirges und damit die Asphaltstraße, die relativ rasch nach Tamanrasset führt. Nach Möglichkeit bleibt noch Zeit für einen Besuch des Marktes und des kleinen Museums im Bordj, in dem Anfang des 20. Jahrhunderts Charles de Foucauld lebte.
Ein Verbindungsflug bringt uns nach Djanet, wo wir den Direktflug nach Frankfurt erreichen (oder alternative Flugverbindung). Ankunft in Frankfurt in der Regel am frühen Nachmittag des 15. Tages.
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Termine & Preise 2011/2012
| 06.11.2011 - 20.11.2011 | € 2.200,- * | |
| 27.11.2011 - 11.12.2011 | € 2.200,- * | |
| 25.12.2011 - 08.01.2012 | € 2.200,- * | |
| 19.02.2012 - 04.03.2012 | € 2.200,- * | |
| 11.03.2012 - 25.03.2012 | € 2.200,- * | |
| 04.11.2012 - 18.11.2012 | € 2.200,- * | |
| 25.11.2012 - 09.12.2012 | € 2.200,- * | |
| 23.12.2012 - 06.01.2013 | € 2.200,- * | |
| sowie Februar/März 2013 | ||
| * Touren auf Basis der geplanten Direktflüge von Frankfurt nach Südalgerien und zurück. |
Leistungen
- Linienflüge Frankfurt Südalgerien und zurück, zu den Bedingungen der Air Algerie (Direktflug oder Umsteigeflug).
- Transfers in Tam und Übernachtung mit HP in einem Camp.
- Fahrten mit einheimischen Geländewagen und Fahrern wie beschrieben.
- Karawanenmannschaft, Last- und Reitkamele während der Meharee.
- Verpflegung aus der “Expeditionsküche” durch einheimischen Koch.
- Schlafmatten, Zelte auf Wunsch.
- Europäische, deutschsprachige Reisebegleitung, GPS Navigation, evtl. zusätzlich ein örtlicher Guide.
- Reiserücktrittskostenversicherung
Zusätzliche Kosten
Hotelaufenthalte bei unvorhergesehenen Ereignissen, evtl. Restaurantessen/Getränke bei Beginn und Ende der Touren, Visagebühren, Unvorhergesehenes.
Einzelzimmer/Einzelzelt: € 50,-
Speziell zu dieser Reise
Obwohl die Tour “nur” auf algerischem Terrain verläuft (also nicht z.B. im Tschad, oder in der Ténéré), ist es eine sehr einsame Expeditionsreise. Sie werden kaum einer anderen Reisegruppe begegnen und nur selten am Horizont einheimische Fahrzeuge vorbeiziehen sehen.
Es gibt zwei Wochen keinerlei Versorgung im üblichen Sinne, außer Brunnen (mit relativ gutem Wasser) und einige offene Wasserstellen (Gueltas). Allerdings werden die Fahrzeuge während der Meharee nach Tam zurückfahren und wenn uns diese nach der Meharee wieder abholen, werden sie frische Verpflegung mitbringen.
Sie müssen gesund sein, physisch und psychisch stabil. Ihre Flexibilität wird gefordert, Teamgeist ist Grundvoraussetzung. Der Meharee-Teil der Tour ist als Pilottour zu betrachten.
Begriffserklärung “Meharee”
Als Meharee bezeichnet man gemeinhin eine Karawane, bei der Reitkamele mitgeführt werden und nicht nur Lastkamele. “Mehari” ist die Bezeichnung für ein Reitkamel.
Bitte bedenken Sie, dass bei einer Meharee nicht nur geritten, sondern auch relativ viel gelaufen wird. Morgens werden die Tiere oft geführt, bis Ruhe in die Karawane einkehrt. Tagsüber kann raues Gelände auftauchen, welches sich zum Reiten nicht eignet. Sie müssen also auch gut zu Fuß sein. Falls Sie mit dem Tuareg-Reitsattel und der etwas exponierten Sitzhaltung nicht zurechtkommen, müssen Sie in der Lage sein, die ganze Zeit zu laufen. Immer öfter werden Teleskop-Wanderstöcke von Teilnehmern benutzt, was im Gelände wirklich hilfreich sein kann. Bitte bringen Sie sich zum Polstern des Sattels etwas geeignetes mit (z.B. ein kleines aufblasbares Kissen/Stuhlkissen oder eine kleine Decke). Die von den Nomaden zur Verfügung gestellten Decken (meist deren Schlafdecken) sind oft nicht geeignet unsere “empfindlichen Stellen” gut abzupolstern. In der Regel ist man vormittags ca. 3 4 Stunden und nachmittags nochmals 2 3 Stunden unterwegs. Die Mittagspause bietet gute Gelegenheit sich auszuruhen.
Da also wie oben beschrieben ohnehin immer wieder mal gelaufen wird, führen wir z.B. für 8 Teilnehmer 5 Reitkamele mit. Sollten Sie ein Reitkamel die gesamte Zeit für sich allein reiten wollen, so wenden Sie sich bitte an uns. Gegen einen kleinen Aufpreis (Euro 80,-) lässt sich dies regeln.
Weitere Informationen …
… zu Visa, Impfungen, AA-Sicherheitshinweise oder Reisewarnungen etc., entnehmen Sie bitte dem “Ländermerkblatt Algerien”.
Literatur
Nomaden der Sahara, Anja Fischer. Untertitel "Handeln im Extremen".
Studien bei den Tuareg im Adrar N'Ahnet Gebiet, Südalgerien. Dietrich Reimer Verlag. ISBN 978-3-49602805-5.
Übersichtskarte
Wir empfehlen als Karte zur Vorbereitung und zur Übersicht über Sahara und Sahel die Michelin Nr. 741. Detailkarten befinden sich an Bord der Fahrzeuge.
Änderungen und Anpassungen an die aktuellen Gegebenheiten vorbehalten!
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SUNTOURS GmbH
Dorfstr. 14 Dornholzhausen
D-35428 Langgöns
Tel. 0049 (0) 6447 921 03
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