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Meharee Essendilene

Südalgerien - ca. zwei Wochen
Geländewagentour und Meharee



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FocusKarte Essendilene der Reise

Die Region zwischen Djanet und der Schlucht von Essendilene ist mittlerweile recht gut (touristisch) erschlossen und frequentiert, so dass wir die Tour aus unserem regulären Expeditionsprogramm herausgenommen haben.

Für Familien (auch mit Kindern), Interessengruppen und Vereine können wir die Tour jedoch gern zu einem Wunschtermin durchführen. Bereits ab 5 Personen errechnet sich ein bezahlbarer Reisepreis.

Vorgesehenes Expeditionsprogramm

1. und 2. Tag

Flug Frankfurt - Tamanrasset oder andere Flugmöglichkeit; Übernachtung in einem einfachen Camp am Fuß der Felswand "Hadriane" mit Blick auf das Hoggar-Gebirge.

Nach kurzem Aufenthalt in Tamanrasset (Bank/Einkäufe) verlassen wir die Stadt mit den Geländewagen am nächsten Vormittag durch die Ausläufer des Hoggargebirges und verbringen die erste Wüstennacht in einem der großen, mit Akazien bestandenen Oueds die nach Süden führen.

3. bis etwa 8. Tag

In den Vormittagsstunden des nächsten Tages tauchen die ersten Sandsteinmassive des Tassili du Hoggar auf; wir besuchen die eindrucksvollsten Ecken und Plätze von Tin Akashaker und Tagrera und übernachten an einer schönen Stelle.

Die weitläufigen Plateaulandschaften - vielen vertraut durch frührere Reisen oder durch Publikationen - nehmen immer wieder gefangen. Jedes Mal sind andere Eindrücke zu verarbeiten, je nach Tageszeit und Wetterlage. Auch wenn diese Regionen nun nach der tiefen Krise wieder häufiger besucht werden, finden sich genügend abgelegene Stellen, um in Ruhe Mittag zu machen oder zu übernachten.

Von Tagrera zügige Fahrt über weite Sandebenen, zum Oued Tin Tarabine und kurzer Halt an einer "Insel" im Trockenflußtal, einer Steinplatte (La Dalle), über und über mit prähistorischen Gravuren bedeckt. Zerfetzte Steine und entsprechendes Geholper kündigen den nächsten landschaftlichen Höhepunkt an: Tahaggart. Inmitten von hohen Dünen erheben sich bizarr verwitterte Felsplateaureste - die Ausblicke in die südlichen Ebenen und den bergigen Norden sind grandios.

Von hier wenden wir uns in nordöstlicher Richtung zum Massiv von Tin Eggoleh und durchfahren abgelegene, aber recht vegetationsreiche Bergtäler auf kleinen Pisten. Hin und wieder queren kleine Gazellenherden unsere Fahrspuren und verschwinden in den Seitentälern. Die Landschaftsbilder sind sehr abwechslungsreich, geprägt von wuchtigen Bergrücken, akazienbestandenen Tälern, runden Granitbuckeln und glitzerndem mineralreichem Sand.

Am Oberlauf des Oued Tadant stoßen wir auf den Brunnen von Tiririne, einstmals ein wichtiger Versorgungspunkt der Karawanen zwischen Djanet und Aïr-Gebirge im Niger.

Bald tauchen am Horizont die langgezogenen Dünenketten des Erg d’Admer auf, denen wir nach Norden folgen, bis wir an einer passierbaren Stelle, dem Dünenpaß Tahort, den Erg überqueren. Bei klarer Sicht sehen wir, am Dünengipfel angelangt, zum erstenmal den gewaltigen Plateaurand des Tassili n’Ajjer.

Wir nähern uns nun durch die Ausläufer des Ajjer-Plateaus dem wichtigen Versorgungspunkt Djanet. Seit der Abfahrt aus Tamanrasset vor mehreren Tagen haben wir keine Ortschaft passiert.

Djanet liegt eingebettet zwischen grandiosen Sandsteinfelsen und Granitbuckeln in einem schönen Oued, gesäumt von zahlreichen Palmhainen und Gärten. Die Häuser in den alten Ortskernen der einzelnen Viertel sind stufenförmig an die Hänge gebaut. Das moderne Leben hat jedoch längst Einzug gehalten; die Einwohnerschaft Djanets ist eine bunte Mischung aus alteingesessenen Oasenbauern, zugezogenen ehemaligen Tuaregnomaden und vielen Nordalgeriern, die bei Militär oder Verwaltung einen Posten haben. Der Ortskern selbst ist sehr klein und überschaubar: der Markt und die Boutiquen bieten nur wenige wichtige Handelsgüter zum Verkauf.

Djanet ist der Ausgangspunkt für den Besuch des Plateaus des Tassili n’Ajjer, das mit seiner Fülle von prähistorischen Felsbildern und seiner landschaftlichen Vielfalt mit zu den beeindruckendsten Regionen dieser Erde gehört.

9. bis 14. Tag

Zum Verlauf der Meharee Essendilene gehört nicht der Aufstieg auf das Plateau, sondern wir bewegen uns am Fuß des Plateaus entlang. Am Karawanentreffpunkt von Tim Ras, am Rande Djanets gelegen, machen wir Bekanntschaft mit dem Führer und den Chameliers. Gemeinsame Übernachtung, bevor wir am nächsten Morgen losziehen. Die Geländewagen lassen wir hinter uns. Reit- und Lastkamele tragen uns und unser Gepäck in den nächsten Tagen und Autos sehen wir höchstens in der Ferne vorbeifahren bzw. unseren eigenen Versorgungswagen, der uns Wasser, Gemüse und frisches Brot bringt.

Wir bewegen uns durch eine abwechslungsreiche, schöne Landschaft, die zunächst noch felsig ist und allmählich immer weitläufiger und sandiger wird. An zwei bis drei Stellen muß man absteigen, da es im Kamelsattel zu gefährlich ist, die steilen, steinigen Passagen zu überwinden. Ansonsten ist fast die gesamte Strecke zum Reiten hervorragend geeignet. Aber auch laufend läßt sich die Landschaft wunderbar genießen.

Monumentale Felswände, enge Taleinschnitte und angewehte Dünen wie in Tikoubaouine, wechseln ab mit weitläufigeren Oueds, wie dem Oued Tilliline und dem Oued Hell, wo unsere Kamele die dringend notwendige Weide finden. In den abgelegenen Hochtälern gibt es noch Mufflons, die jedoch nur mit großem Glück zu beobachten sind.

Einige große präislamische Grabanlagen (wie wir sie auch im Tassili du Hoggar schon sahen), liegen am Wegesrand und die gesamte Mehareestrecke war noch bis Anfang der 80-er Jahre des letzten Jahrhunderts von Nomaden besiedelt, bis die langanhaltenden Dürreperioden Ziegen- und Kamelhaltung unmöglich machten und die Nomaden nach Djanet, Iherir, Zaouatallaz (ehemals Fort Gardel) oder in andere Ortschaften ziehen mussten.

Gegen Ende der Kamelreise gelangen wir in das mit üppiggrünen Tamarisken bestandene Oued Essendilene und stossen auf eine Autopiste, die bis ans Ende des eindrucksvollen Talkessels führt. Hier wohnt eine Tuaregfamilie mit zahlreichen Tieren (Ziegen, Hühner, einigen Kamelen, Hunden etc.), die das Guelta und das Tal bewacht. In der Kolonialzeit waren in einem winzigen Lehmfort neben den Brunnen einige Soldaten stationiert.

Bedingt durch die ergiebigen Brunnen und ein großes Guelta (Regenwasserbecken in einer Felsnische), findet sich eine ungewöhnlich üppige Vegetation. Neben Dattelpalmen und Tamarisken wachsen Oleander, Lavendel und vieles mehr. Die Fußexkursion zum großen Wasserbecken verläuft dementsprechend durch zum Teil dichtes Gebüsch. Autos können zum Glück nicht bis zum Guelta gelangen, was Tieren, Pflanzen und der Wasserqualität zugute kommt.

Wenn die Gruppe sich einig ist, kann bei der Wächterfamilie eine Ziege gekauft und geschlachtet werden, um sie gemeinsam mit unseren Begleitern am letzten Abend zu verzehren. Dies ist jedoch kein Zwang zum "Grillen", sondern als "Dankeschön" an die Begleitmannschaft gedacht. Der begleitende Koch bereitet für alle die kein Fleisch essen mögen, auch ein Zusatzgericht zu.

Am nächsten Tag holen uns die Geländewagen wieder ab und wir genießen, allerdings in schnellerem Tempo, nochmal das wunderschöne Oued Essendilene, bevor wir uns vom Plateaurand lösen und in die Dünen des Erg d’Admer eintauchen.

Die Mittagsrast verbringen wir irgendwo im Sand vor Djanet, bevor nachmittags Gelegenheit ist, im Ort etwas einzukaufen, zu bummeln und - wenn gewünscht - zu duschen. Gegen Abend verlassen wir Djanet und fahren eine kurze Strecke ins Oued In Debirene zur außergwöhnlichen Gravur der "weinenden Rinder" von Terrarart. In der Nähe finden wir in einem der Oueds oder auf einer Düne unseren letzten Übernachtungsplatz unterm Sternenhimmel, bevor es frühzeitig am nächsten Tag zum Flughafen von Djanet geht.

15.Tag

Rückflug Djanet - Frankfurt oder andere Flugmöglichkeit

Änderungen vorbehalten!

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Termine & Preise

Termine auf Wunsch, für komplette Gruppen,
Familien, Interessenverbände (ab etwa 5 Personen).
Preis auf
Anfrage!

Leistungen

Zusätzliche Kosten

Visumgebühr, Hotelaufenthalte bei unvorhergesehenen Ereignissen, evtl. Restaurantessen/Getränke bei Beginn und Ende der Touren, Unvorhergesehenes.

Teilnehmerzahl

Mindestens 7 Personen, maximal 12.

Begriffserklärung

Erg, Idahan: Dünengebiet

Oued, Wadi: Trockenflußtal

Tassili: verwittertes Plateau, pittoresk erodierte Sedimente

Meharee: Kamelreise mit Reitkamelen im Gegensatz zu Lastkarawanen wie z. B. den “Salzkarawanen”

Tarakeft: tamashek für Karawane

Mehari: Einzahl für Reitkamel

Chamelier: franz. für Kamelführer bei Karawanen

Guelta: arabisch für offene Regenwasserstelle; oder Grundwasser eines Trockenflusses tritt aufgrund einer Felsbarriere zutage

Literatur zu Saharatouren

Bei Buchung erhalten Sie selbstverständlich von SUNTOURS Expeditionen eine ausführliche Literaturliste.

Bitte beachten Sie auch die Literturliste in obersten Navigationsleiste.

Tipp, speziell zu dieser Reise

Gert Müller, "Dichtung der Tuareg", Haymon Verlag, 1997

Désirée von Trotha, "Die Enkel der Echse", Verlag Frederking & Thaler, 1998

Weitere Informationen

zu Visa, Impfungen etc. entnehmen Sie bitte dem speziell zum Ausdrucken vorbereiteten "Ländermerkblatt Algerien"

Bitte beachten Sie auch das Merkblatt "Meharee" in der obersten Navigationsleiste.

Veranstalter

SUNTOURS GMBH Expeditionen Karawanen Trekking. Es gelten die Reisevertragsbedingungen der SUNTOURS GmbH, siehe oberste Navigationsleiste.

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