mit Gelegenheit zum Wandern
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Focus
Mit Geländewagen in die extrem abgelegenen Regionen südwestlich und südlich des Hoggar.
Spannend ist die Suche nach der steinzeitlichen Höhle der Pferde.
AKTUELL: Teile dieser Tour werden nun als Verlängerung unserer Expeditionsfahrt "Adrar N'Ahnet & Tim Missaou" angeboten.
Als eigenständige Tour ist "Tin Rherho" nicht mehr im Programm, kann aber für interessierte, komplette Gruppen und Sahara-Insider ab etwa 5 Personen zu jedem Wunschtermin durchgeführt werden.
- Die zauberhaften Landschaften im Tassili Tin Rherho und im Großraum des Urstromtals Tin Amzi
- Felsbilder und Gravuren, Zeugen der Steinzeit
- Ain Rechlane, die Höhle der Pferde
- Fahrt durch das südliche Tassili du Hoggar
Vorgesehenes Expeditionsprogramm
1. bis 3. Tag
Flug Frankfurt - Tamanrasset oder alternativer Flug. Übernachtung in einem Camp am Fuß der Felswand "Hadriane", mit Blick auf das Hoggar-Gebirge.
Nur kurzer Aufenthalt in Tamanrasset (evtl. Bank/Einkäufe), wir verlassen die Stadt mit den Geländewagen am nächsten Vormittag Richtung Südwesten, die erste Wüsten-Übernachtung erfolgt sicherlich in einem der großen Oueds (Tin Amzi oder Ouan Tichkatine).
Die Fahrt zum Plateaurand des Tassili Tin Rherho führt ca. 250 km durch zahlreiche Oueds und geröllige Ebenen, durchsetzt mit Hügeln immer nach Südwesten. Aber bereits am 2. Fahrtag tauchen die ersten Felsformationen auf.
4. bis etwa 6. Tag
Die wohlvertrauten Sandsteinsedimente der Tassili-Regionen prägen sich
im Tin Rherho besonders bizarr und eindrucksvoll aus. Da die Plateaukante einige flachere Stellen aufweist, können die Geländewagen diese erklimmen. Meist nehmen wir den "etwas spannenden" Aufstieg direkt an der Nordspitze des Tassilis, eine Qual für die schwer beladenen Toyotas. Weiter geht es auf der Plateauhöhe: Eine Fahrt mit kurzen Etappen in absoluter Einsamkeit! Äußerst schwierige Passagen mit Weichsand und Geröll wechseln sich ab mit Ebenen, die flott zu durchqueren sind. Hin und wieder muss das Gelände zu Fuß erkundet werden und eventuell auch mal ein Fahrzeug aus dem weichen Sand geschoben oder gewuchtet werden. Angewehte Dünen verzaubern die Plateaulandschaften und wir fühlen uns in eine Märchenkulisse versetzt, zwischen all den Felsbrücken, Grotten, Türmen und Pilzfelsen.
Im unübersichtlichen Gewirr von Sandsteinfelsen bringen uns die Führer immer wieder zu Plätzen mit prähistorischen Gravuren, Felsmalereien, Steinsetzungen und Grabanlagen, die in der einschlägigen Literatur kaum erwähnt sind.
Es finden sich außer diesen Relikten frühzeitlicher Bewohner heute keine
menschlichen Siedlungen oder Nomadencamps mehr auf dem Plateau; die wenigen, weit auseinanderliegenden Brunnen verhinderten in den letzten Jahrzehnten selbst eine zeitweise nomadische Lebensweise.
7. bis 14. Tag
Wenn wir das Tassili Tin Rherho nach Südosten verlassen, treffen wir im weiteren Reiseverlauf auf eine Kette von kleinen Tassilis, die sich wie Perlen aneinander reihen und geographisch bereits zum Tassili du Hoggar gezählt werden können. Das Gelände ist nun nicht mehr so schwierig zu befahren und wir bewegen uns zügig von einer schönen Übernachtungsstelle zur nächsten. Besonders erwähnenswert ist dabei die Region von Ain Rechlan, die wir erreichen, nachdem wir Awardaouene durchquert haben. Die Navigationskünste unsrer Crew werden immer wieder gefordert.
In Ain Rechlan fühlen wir uns in die Welt der steinzeitlichen Saharabewohner versetzt, wenn wir über eine kleine Düne ins Innere einer markanten Grotte steigen und die gut erhaltenen Felsbilder und Gravierungen an den Höhlenwänden betrachten. Wir nennen die Höhle "Pferdehöhle", denn die Hauptmotive hier sind Pferdeabbildungen mit
einem voraussichtlichen Alter von etwa zweitausend Jahren. Der aufmerksame Betrachter entdeckt auch das Bild eines Pferdewagens ("Garamantenwagen"), der immer wieder mal von Sand bedeckt wird und deshalb recht gut erhalten ist.
Wenig nördlich der Höhle gibt es nochmals Zeugnisse der Steinzeit an einer Felswand zu bewundern, Gravierungen die Elefanten und Giraffen darstellen und - besonders bemerkenswert - Abbildungen von Menschen mit Tierköpfen.
Im Laufe der erdgeschichtlichen Entwicklung wurden, bedingt durch Wind- und Wassererosion, die Landschaften der Tassilis (Sandsteinsedimente) zu Plateaus mit wahren Traumlandschaften verwandelt: glattgefegte Hänge, zernagte Kanten, runzlige Buckel, die Fabelwesen oder Tieren
ähneln, Felsblöcke, die ein seit Jahrtausenden wirkendes Sandstrahlgebläse zu Pilzen geformt hat. Je nach Lichteinfall färben sich die Felsen von schwarz über erdbraun bis hin zu rötlichen oder gelben Farbtönen. Ein Paradebeispiel für solche Landschaften ist das Tassili d'Admer, wo wir möglichst einen ganzen Nachmittag und die Nacht verbringen werden. Ein ideales Gebiet für kleine Wanderungen, ein schönes Ziel ist z.B. ein prächtiger Felsbogen, von Dünen umgeben.
Bei dieser Tour gibt es zwei Wochen keine Versorgungsmöglichkeiten (außer Brunnen) und wir müssen große Mengen an Sprit- und Essensvorräten aus Tam mit uns transportieren. Die einzige mögliche Versorgung besteht im Grenzort In Guezzam, an der Grenze zu Niger.
Während Fahrer mit einem leeren Auto eventuell die Vorräte ergänzen fahren, campiert die Gruppe an einem schönen Lagerplatz und kann die Muße genießen.
Nach Rückkehr der Fahrzeuge wenden wir uns Richtung Nordosten, queren die Hauptpiste Tamanrasset - Niger etwa in der Höhe von Laouni und erreichen schon bald die Gegend von Abalemma. Wieder schöne Sandsteinlandschaften und kleine Dünen mit wiederum ganz anderem Charakter. Die Steinzeit lässt uns auch nicht los: Auffallend ist hier eine gut erhaltene Nashorngravur, die in der Felsbildliteratur Eingang gefunden hat (siehe "Striedter"), sowie ein etwa 2m hohes Relief an einer Felswand, welches einst rot eingefärbt war.
Nördlich von Abalemma stoßen wir auf die Wasserstelle von In Tehok, die einstmals eine wichtige Versorgungsmöglichkeit auf dem Karawanenweg vom Hoggar ins Aïr-Gebirge im Niger darstellte. Die Brunnen liegen in einem Talkessel inmitten von Akazien, Tehok-Bäumen und rundgewitterten Felsen. Es finden sich große Mengen von winzigen Schneckenhäusern im Oued, die aus früheren Feuchtphasen stammen.
Über bekanntere Landschaften, wie etwa Tagrera im Tassili du Hoggar, sowie durch das südliche Vorland des Hoggar-Gebirges mit vulkanischem Charakter erreichen wir Tamanrasset.
15. Tag
Rückflug Tamanrasset - (Djanet) - Frankfurt oder alternativer Flug.
Änderungen vorbehalten!
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Termine & Preise
| Wunschtermine für komplette Gruppen und Saharakenner sind möglich. |
Preis auf Anfrage! |
Leistungen
- Linienflüge Frankfurt - Südalgerien u. zurück oder Umsteigeflug. Transfer in Tamanrasset und Übernachtung mit HP in einem Camp.
- Fahrten mit einheimischen Geländewagen (ortsüblicher Zustand) und Fahrern wie beschrieben.
- Verpflegung aus der "Expeditionsküche" durch einheimischen Koch. Schlafmatten, 2-Personen-Zelt auf Wunsch.
- Erforderliche Routengenehmigungen und Nationalparkgebühren.
- Europäische, deutschsprachige Reisebegleitung, GPS-Navigation und einheimischer Führer.
- Reiserücktrittskostenversicherung, Insolvenzversicherung.
Zusätzliche Kosten
Visumgebühr, Hotelaufenthalte bei unvorhergesehenen Ereignissen, evtl. Restaurantessen/Getränke am Beginn und Ende der Touren, Trinkgelder für einheimische Begleitmannschaften, Unvorhergesehenes.
Teilnehmerzahl
Mindestens 7 Personen, maximal 12.
Literatur zu Saharatouren
Bei Buchung erhalten Sie eine ausführliche Literaturliste. Bitte beachten Sie auch unsere Literaturliste im Internet.
Empfehlung, speziell zu dieser Reise:
"Wüste", Begleitbuch zur Ausstellung "Wüste" im Hessischen Landesmuseum in Darmstadt. Erschienen im Jahr 2002, ISBN 3-534-16051-7
Der Bildband "Issoulane", von Alain Sèbe, ("die anderen Tassilis"), der einzige Band in dem die Tassilizonen, u.a. auch Tin Rherho und Laouni, so differenziert behandelt werden, wie in unserem Expeditionsprogramm. Der Band ist erschienen im Schillinger Verlag und evtl. nur noch antiquarisch erhältlich bzw. in Bibliotheken einsehbar.
Weitere Informationen
zu Visa, Impfungen, AA-Sicherheitshinweise oder Reisewarnungen etc., entnehmen Sie bitte dem speziell zum Ausdrucken vorbereiteten "Ländermerkblatt Algerien"
Veranstalter
SUNTOURS GMBH Expeditionen Karawanen Trekking. Es gelten die Reisevertragsbedingungen der SUNTOURS GmbH, siehe obere Navigationsleiste.
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SUNTOURS GmbH
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