Trekking Hoggar & Tassili N'Ajjer
Südalgerien - ca. zwei Wochen
Kurze Geländewagenfahrt, anschließend
Trekking auf dem Tassili N'Ajjer




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Focus der Reise

Trekkingtour ins Innerste der Sahara, auf dem Hochplateau des Tassili N’Ajjer. Vorangehend einige Tage mit Geländewagen vom Hoggar nach Djanet; sehr gut, um den Großraum Zentralsahara einigermaßen zu verstehen und um sich zu akklimatisieren.

Vorgesehenes Tourenprogramm

1. und 2. Tag: Flug und Fahrt in das Hoggar-Gebirge

Flug Frankfurt - Tamanrasset (oder Flug mit Umsteigen in Algier und Weiterflug am selben Abend), Übernachtung in einem einfachen Camp in Tamanrasset mit Blick auf das Hoggar-Gebirge.

Nach kurzem Aufenthalt in Tamanrasset (Bank/Einkäufe/Besuch Bordj des Charles de Foucauld) verlassen wir die Stadt mit den Geländewagen am nächsten Vormittag und fahren ins Hoggar-Gebirge.

Eine bizarre und atemberaubende Gebirgskulisse entfaltet sich vor unseren Augen, während die Allradfahrzeuge die nächsten ca. 70 km mühsam bergauf, von ca. 1.400 Höhenmeter auf 2.500 m, klimmen. Nach den sommerlichen Regenfällen verwandelt sich die Piste stellenweise in ein steiniges Bachbett.

Das Hoggar ist ein riesiges Vulkangebiet, entstanden im Tertiär vor ca. 60 bis 70 Millionen Jahren, als enorme vulkanische Aktivitäten dieHoggar/Atakor westafrikanische kristalline Platte durchbrachen. Gebirgsmassive wölbten sich auf und im Inneren der Massive bildeten sich Krater. Weichere Gesteine fielen der Erosion zum Opfer und liegen als Schutt am Fuß der Kegel. Im Zentrum des Hoggar, dem Atakor, finden sich zahlreiche ehemalige Schlotfüllungen, deren harte Gesteine (Phonolithe, Basalte etc.) der Wind- und Wassererosion trotzten und einen atemberaubenden Anblick bieten, vor allem bei Sonnenauf- und -untergang.

Im Gefolge der Vulkanaktivitäten des Hoggar wurden Sedimente emporgehoben, verworfen, zertrümmert. Ablagerungen, die hunderttausende von Jahren die westafrikanische Platte in flacher Form überzogen und diese auf Grund der ungeheuren Masse an einigen Stellen sogar eindrückten – und somit nicht angreifbar für die Erosion waren – wurden nun der unermüdlichen Kraft des Windes und des Wassers ausgesetzt. Der Vulkanismus des Hoggar war Auslöser für die Geburt überwältigend schöner Landschaften: die Tassili-Zonen in Süd-Algerien.

Solche großartigen landschaftlichen Gegensätze präsentieren sich unseren Augen immer wieder, während der gesamten Reise.

Doch zurück, zum Start unserer Tour: Wir erreichen das Atakor voraussichtlich am späten Nachmittag des ersten Fahrtages und übernachten unterhalb des Gipfels des Assekrem in einem Bergsattel, wo die mitgebrachten Zelte aufgeschlagen werden. Der Assekrem ist ein Plateauberg, welcher einen großartigen Rundblick auf die umliegende bizarre Kulisse gewährt. Berühmt sind die Sonnenauf- und -untergänge. Etwa 20 Gehminuten und ca. 250 Höhenmeter entfernt vom Übernachtungsplatz liegt die Einsiedelei des Père de Foucauld, welche von den Patern der „Kleinen Brüder Jesu“ unterhalten wird. Wer möchte kann am frühen Morgen am Gottesdienst in der winzigen Kapelle teilnehmen. Die Präsenz der christlichen Mönche in Süd-Algerien gibt ein schönes Beispiel von religiöser Toleranz.

3. bis etwa 6. Tag: Fahrt vom Hoggar in Richtung Djanet

Durch das nördliche Hoggar verlassen wir auf schwierigen, verspülten und oft abgerutschten Pisten das Gebirge und gelangen nach Hirhafok, einer kleinen Tuareg-Siedlung, wo wir nach Osten, in Richtung Djanet abbiegen. Unseren Augen bieten sich abwechslungsreiche Zentralsahara-Landschaften, Granitkugelfelsen, große sandige Oueds und herrliche Gebirgskulissen. In der Nähe des gewaltigen Massivs des Djebel Telertheba lässt sich evtl. ein Nachtplatz im Sand finden und am markanten, gegenüberliegenden Berg Adjal sehen wir in der Ferne an den Hängen unzählige präislamische Gräber. Wenn dann in der Ferne die Kante des gewaltigen Sandsteinplateaus des Tassili n’Ajjer auftaucht wissen wir, dass es nicht mehr weit ist zur schön gelegenen Oase Djanet am Fuß des Plateaus. Flankiert von den herrlichen DüneIm Erg Admern des Erg Admer fahren wir die letzten Kilometer auf Asphalt in den Ort. Wir bekommen einen kurzen Eindruck von der Oase, die wir am Ende der Tour dann ausführlicher kennenlernen werden. Kurze organisatorische Pause im Ort (Mittagessen/Dusche/Umpacken) und dann werden wir ins Nachtlager außerhalb des Ortes gebracht, wo die Karawanenbegleiter mit den Tieren schon auf uns warten.

7. bis 13. Tag: Trekking auf dem Ajjer Plateau

Am nächsten Morgen Aufbruch zu Fuß, die Geländewagen bleiben zurück. Die nächsten 7 bis 8 Tage sind wir auf unsere eigenen Kräfte angewiesen. Die Lastkamele tragen Gepäck, Wasser, Küchen- und Übernachtungsutensilien, alles außer dem kleinen Tagesrucksack, den jeder selber trägt. Ein Reitkamel wird mitgeführt, falls jemand krank wird oder mal vom Laufen erschöpft ist.

Das Plateau des Tassili n’Ajjer ist in der Umgebung von Djanet und weit westlich und östlich davon mit Fahrzeugen nicht zu befahren. Das gesamte Gebiet ist zum Nationalpark erklärt und jeder Besucher muss sich an die gesetzlichen Regeln halten, die Parkverwaltung erteilt eine Besuchsgenehmigung. Die begleitenden Führer achten auf Einhaltung der Vorschriften.

Nur zu Fuß und unter Begleitung von Eseln oder Kamelen, die das Gepäck tragen, kann die Plateauhöhe erklommen, die einmalig schöne Landschaft bestaunt und die Fülle der zum Teil phantastisch gut erhaltenen Felsmalereien aus der Jungsteinzeit besucht werden.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Tassili zu erkunden; zu den beliebtesten gehört ein 3½-tägiger Ausflug mit Eseln als Tragetieren (wie im Tourenverlauf Tassili-Hoggar-Expedition angeboten). Wer jedoch gern wandert und abgelegenere Landschaften auf dem Plateau mit Muße kennen lernen möchte, ist bei dieser Trekkingtour gut aufgehoben.

Die etwa 500 bis 600 Höhenmeter des Aufstiegs sind mit guter Kondition und einigen Verschnaufpausen in zwei Tagesetappen zu schaffen. Meist wird auf halber Höhe übernachtet – vor allem mit Rücksicht auf die Kamele, die vorsichtig und langsam geführt werden müssen, da das Gehen für die Tiere in dem steinigen und steilenAufstieg auf das Tassili N'Ajjer durch das Akba Assakao Gelände sehr anstrengend ist. Seit einiger Zeit benutzen wir eine der nördlichsten Aufstiegsmöglichkeiten, das Akba Assakao. Akbas sind tiefe Einschnitte in die Plateaukante, die in Serpentinen aufwärts führen. Das Akba Assakao ist nicht ganz so hoch wie andere Stellen und es führt eine alte, aufgelassene, koloniale Autopiste aufs Plateau. Das französische Militär glaubte lange Zeit, dass es möglich sein müsse mit Fahrzeugen das Plateau zu überqueren, was aber nicht realisierbar war. Wir stoßen in den nächsten Tagen immer wieder auf verwehte Reste dieser alten Piste, was das Gehen manchmal erleichtert.

Auf der Plateauhöhe angelangt, genießen wir erst einmal die bezaubernde Fernsicht, zurück auf das riesige Dünengebiet des Erg Admer und die Vorstufen des Plateaus. Später finden wir Reste eines alten Militärstützpunkts aus der Kolonialzeit und dann führt uns der Weg in den nächsten Tagen oft über felsigen, glatten Untergrund, ohne großen Höhenunterschied. Die Tagesetappen teilen sich in ca. 3-stündige Wanderungen jeweils am Vormittag und am Nachmittag auf. Die Kamele gehen mit den Chameliers oft einen anderen, direkteren Weg zum Mittags- und Abendrastlager. Die Wandergruppe wird von kundigen Führern begleitet, die uns - oft überraschend - zu versteckten Felsbildern und durch unglaubliche Felsenlabyrinthe lotsen.Tassili N'Ajjer

Die faszinierenden Felsformationen vermitteln dem Auge des Betrachters immer wieder neue Eindrücke von steinernen Straßen, Plätzen und Arkaden. Immer neue bizarre Umrisse und Formen tauchen auf. Grandios ist die Stille, die diese architektonischen Meisterleistungen der Natur umgibt, denn wir treffen während der ersten Tage des Treks nur wenige Menschen. Ganz vereinzelt leben noch wenige Nomaden in dieser Region, hin und wieder überqueren Schmuggler nach Libyen zu Fuß das Plateau. Erst in Sefar kreuzen wir kurz die Wege anderer Gruppen, die meist nur den kurzen dreitägigen Trip unternehmen.

Zwischen diesen beinahe wie Großstädte anmutenden Monumentallandschaften sind weite Ebenen zu durchqueren, die den Blick frei und ungehindert schweifen lassen, bevor wir wieder ins nächste Felsgewirr eintauchen. An einigen Stellen überraschen uns sogar Dünen zwischen den Felstürmen.

Unser Weg führt von der Region Tin Aressou nach Tin Aboteka, einem Paradies der Felsbildkunst. Die Darstellungen – Bogenschützen und Jäger – erreichen zum Teil eine Höhe von 1,70 m. Weitere Bilder erwarten uns im „Felsenschloss“ von Tin Tazarift, weite säulengerahmte Plätze geben den Blick frei auf neolithische Kunstwerke, deren Schönheit für sich spricht. Zu den bekanntesten Motiven gehört hier die Darstellung von Kriegern in einem BootKrieger in einem Boot, ähnlich einer Nilbarke.Motive aus dem Abri Tan Zoumaitak

Wir erreichen das bereits erwähnte Sefar, ein wahrhaftes Labyrinth von Säulen, Türmen und Höhlen; deutlich erkennt man die Spuren des Wassers, welches die Felswände geformt hat. Unter vielen Bildern ragt die berühmte Abbildung des „Großen Gottes von Sefar“ heraus.

Tausendjährige Duprez-Zypressen, kleine Wasserstellen und kümmerliche Vegetation zeugen davon, dass vor ca. 8 bis 10.000 Jahren die Umgebung weit weniger lebensfeindlich war. Dies verdeutlichen aber besonders die zahlreichen Tierabbildungen, darunter am häufigsten Großwild wie Elefanten, Giraffen, Nashörner, Antilopen und Urrinder, aber auch bereits domestizierte Tiere wie Rinder, Schafe und Hunde. Sie legen Zeugnis ab von einer ergiebigen Feuchtperiode, die es den Menschen der Jungsteinzeit erlaubte – zunächst als Sammler und Jäger, später als Hirten und womöglich sogar Bauern – auf diesem Plateau zu leben.

Von Sefar führt uns unsere Wanderung über In Etouami und In Itinen nach Tamrit, zur wunderschönen Höhle von Tan Zoumaitak. Der atemberaubende Blick in die schwindelnde Tiefe des Canyons von Tamrit ist ein weiterer Höhepunkt dieser Tour.

14. und 15.Tag: Abstieg vom Plateau und Oasenstadt Djanet

Der sehr steile Abstieg ins Akba Tafilalet ist mühsam für die Kamele, aber auch wir Menschen müssen langsam und vorsichtig durch die gerölligen Halden abwärts gehen. Belohnt werden wir durch gewaltige Ausblicke in die Schluchten des Plateaus und die großartige Umgebung. Nachtlager machen wir meist im Granit auf halber Höhe, bevor es am letzten Vormittag endgültig zum Fuß des Plateaus abwärts geht, wo uns dieGravierung, "die weinenden Rinder von Terrarart" Geländewagen erwarten. Wir nehmen Abschied von unseren Karawanen-Begleitern. Eine kurze Fahrt bringt uns nach Djanet, wo eine Dusche auf uns wartet und vor dem Rückflug ein Besuch des Ortes stattfinden kann.

Letzte Nacht in den Dünen des Oued In Debiren, in der Nähe der berühmten Felsgravuren mit den „weinenden Rindern“, nicht weit entfernt vom Flughafen. Früh am nächsten Morgen (je nach Flugplan auch in der Nacht) Fahrt zum Flughafen und Check-in. Ein Jet der Air Algerie bringt uns zurück nach Frankfurt. Mancher von uns wird es als Umstieg von einem „anderen Planeten“ in die Moderne empfinden.

Änderungen vorbehalten!

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Termine & Preise 2010/2011

10.10.2010 - 24.10.2010 € 1.990,- *
07.11.2010 - 21.11.2010 € 1.990,- *
28.11.2010 - 12.12.2010 € 1.990,- *
26.12.2010 - 09.01.2011 € 1.990,- *
13.02.2011 - 27.02.2011 € 1.990,- *
06.03.2011 - 20.03.2011 € 1.990,- *
27.03.2011 - 10.04.2011 € 1.990,- *
17.04.2011 - 01.05.2011 € 1.990,- *
sowie Oktober/November/Dezember 2011
* Touren auf Basis der geplanten Direktflüge
von Frankfurt nach Südalgerien und zurück.

Leistungen

Zusätzliche Kosten

Hotelaufenthalte bei unvorhersehbaren Ereignissen, persönlich bestellte Essen/Getränke bei Beginn und Ende der Touren, Visagebühren, Unvorhergesehenes.
Einzelzimmer/Einzelzelt: Euro 50,-

Teilnehmerzahl

Mindestens 7 Personen, maximal 12.

Wichtig, speziell für diese Tour

Die beschriebene Route des Treks kann nur ein Rahmenplan sein. Maßgeblich für die Wahl der Route vor Ort ist der Zustand des Aufstiegs und die Wassersituation auf dem Plateau. Gelagert wird meist an Plätzen, wo es etwas Weide für die Kamele gibt.

Verstärkt hinweisen möchten wir auf die Anforderungen, die diese Tour stellt. Nur ganz gesunde Menschen, die ein Minimum an Ausdauer, körperlicher Fitness und Bereitschaft zu Belastung durch Hitze, Kälte und steile Auf- und Abstiege mitbringen, sollten sich für diese Reise anmelden. Bitte sprechen Sie telefonisch mit uns vor der Buchung, damit Unsicherheiten geklärt werden können.

Man benötigt gut eingelaufene Wanderschuhe (möglichst mit Knöchelschutz) für die anstrengende Tage des Auf- und Abstiegs. Auf der Plateauhöhe angekommen, bewegen wir uns meist auf gleichem Niveau, es geht jedoch hin und wieder auch durch Geröll und weichen Sand. Hierfür reichen eventuell (je nach Gewohnheit) auch gute Trekkingsandalen.

Gleichzeitig weisen wir darauf hin, daß wir darauf angewiesen sind, unser Trinkwasser bei einigen Etappen des Treks aus offenen Regenwasserstellen (Gueltas) zu ergänzen. Das Wasser wird zwar von unserem europäischen Begleiter mit einem modernen 2-Komponenten-Desinfektionsmittel behandelt und für ganz krasse Fälle ist auch ein Filter vorhanden, trotzdem ist uns dieser Hinweis im Vorfeld wichtig!

Literatur zu Saharatouren

Bei Buchung erhalten Sie von SUNTOURS eine ausführliche Literaturliste. Eine gute Reisevorbereitung mit Hilfe von Landkarte und Literatur ist unabdingbar.

Tipps, speziell zu dieser Reise:

Verena Schatanek/Houcine Elkharassi, „Sahara Tiere, Pflanzen, Spuren", Kosmos Naturführer, 2006

Karl-Heinz Striedter, "Die Felsbilder der Sahara" Prestel Verlag, 1984

Heinrich Barth, "Im Sattel durch Nord- und Zentralafrika" Hrsg. Rolf Italiaander, Brockhaus Verlag, 1980

Weitere Informationen

zu Visa, Impfungen, AA-Sicherheitshinweise oder Reisewarnungen etc., entnehmen Sie bitte dem speziell zum Ausdrucken vorbereiteten "Ländermerkblatt Algerien"

Bitte beachten Sie auch das Merkblatt "Meharee" in der obersten Navigationsleiste.

Veranstalter

SUNTOURS GMBH Expeditionen Karawanen Trekking. Es gelten die Reisevertragsbedingungen der SUNTOURS GmbH, siehe obere Navigationsleiste.

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