Karawane & Trekking Immidir

Südalgerien – ca. zwei Wochen







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Focus der Reise

Eine neue Reise, die immer noch ein wenig den Charakter einer Pilottour in sich birgt!

Vorgesehenes Tourenprogramm

1. Tag

Direktflug der Air Algerie Frankfurt -Tamanrasset (oder andere, möglichst direkte Flugmöglichkeit). Übernachtung in einer hübschen Herberge, mit Blick auf das Hoggar-Gebirge.

2. bis etwa 3. Tag

Nach kurzem Aufenthalt in Tamanrasset verlassen wir morgens die Stadt mit den Geländewagen nach Norden. Wir nutzen weitgehend dieDie Fahrzeuge werden beladen Asphaltstraße, die Tam mit In Salah und Algier verbindet, um zügig bis kurz vor Arak in der gleichnamigen Schlucht zu fahren (ca. 400 km). Im Laufe des dritten Tages erreichen wir gegen Mittag den Treffpunkt mit der Karawanenmannschaft, und die Geländewagen kehren zurück nach Tam.

4. bis etwa 11. Tag

Ab jetzt bewegen wir uns im Rhythmus der Karawane. Mit unserem Karawanenführer werden wir die bezaubernde Wunderwelt des Tassili von Immidir entdecken und durchqueren. Die Kamele müssen des Öfteren andere Wege nehmen, da die Trekking-Strecke für die Tiere zu schwierig wird. Mitttags und abends stößt die Gruppe wieder auf die Tiere, die Kamelführer und den Koch, die meist schon den Lagerplatz erreicht haben.

Die Immidir-Region bietet ungeheuer schöne Landschaften und ist doch weitgehend unbekannt. Nur wenige Tuaregfamilien nomadisieren mitTuareg der Kel Ahnet ihren Kamelen und Ziegen in diesem Gebiet. Meist begleiten uns Nomaden vom Stamm der Kel Ahnet durch das Labyrinth der Schluchten und zu den zahlreichen Gueltas, die je nach Wasserstand sogar kleine Seen bilden. Für Wüstenverhältnisse gibt es hier viel Wasser und dadurch auch noch viele Wildtiere wie Mähnenschafe, Gazellen und Schakale. Meist werden wir allerdings nur deren Spuren an den Wasserstellen sehen, die uns unsere Begleiter deuten können. Übernachtet wird immer in einem Oued, wo die Kamele weiden können und wir sandige Plätze finden, um unser Nachtlager aufzuschlagen.

Der Treffpunkt mit der Karawanenmannschaft ist im Oued Iherdja; die erste Laufetappe nach dem Mittagessen ist kurz und wenig ermüdend, prima zum Eingewöhnen.

Am nächsten Morgen erwartet uns dann der „Aufstieg“ auf das Plateau des Immidir. Für die Kamele ist es recht anstrengend den kleinen Pass über eine geröllige Bachbettpiste zu erklimmen, um ins Oued Daflutt zu gelangen. Wir müssen ca. 250 Höhenmeter überwinden, für die Fußgänger aber kein größeres Problem. Der Ausblick zurück von derIn den Schluchten des Immidir Passhöhe lässt alle Anstrengung schnell vergessen. Nun befinden wir uns bereits in der „Wunderwelt“ des Tassili und erleben während der Nachmittagsetappe erstmals die abwechslungsreiche Schönheit dieser Landschaft.

Da es kaum detailliertes Kartenmaterial gibt, macht es wenig Sinn die einzelnen Trekkingetappen exakt zu benennen; auch kann der Weg variieren.

Einige Namen und besonders schöne Etappen sollen dennoch hier genannt werden: Das Oued Tisserdoua bietet schöne Lagerplätze, eine wunderbar gelegene Felsbildgrotte mit tiefen Reibemulden und einigenFelsbilder, jüngere Rinderperiode gut erhaltenen Felsmalereien aus dem Neolithikum und entwickelt sich im weiteren Verlauf zu einer spektakulär schönen Schlucht mit immer höheren Felswänden. Die zahlreichen Gueltas liegen wie Perlen einer Kette aufgereiht am Wegesrand. Man sieht überall die Spuren der immensen Kraft des Wassers, das in Jahrtausenden diese Landschaft gestaltet hat und noch in heutiger Zeit bei entsprechenden Regenfällen durch die Schlucht tobt. Wenn es viel und gut geregnet hat, müssen die Tuareg-Begleiter entscheiden, ob wir Trekker überhaupt durch die Schlucht gehen können. Für die Kamele und auch die Gruppe gibt es aber Alternativ-Routen.

Vom Oued In Teral laufen wir durch typische Tassililandschaften mit bizarr verwitterten Felsgebilden und angewehtem rötlichem Sand ins Oued Adror. Kurz bevor wir ins Oued gelangen, passieren wir wiederum eine eindrucksvolle Schluchtenlandschaft und einige hübsche Gueltas.

Im Oued Adror besuchen wir eine grandios gelegene Felsbildgrotte,In den Schluchten des Immidir halten uns Richtung Westen im relativ vegetationsreichen Oued und erreichen nach einem wunderbaren Abstecher mit etwas Kletterei einen richtigen kleinen See, umgeben von hohen Felswänden. Auch dort findet sich eine Grotte mit Felsgravuren, die allerdingsTrekking Immidir nicht von besonderer Qualität sind. Der weitere Verlauf des Oueds lässt keine Wanderung zu, da es sich blockig verbaut. Bei hohem Wasserstand ist es nicht möglich dem Oued zu folgen, aber auch bei Trockenheit wäre es für Kamele und Fußgänger extrem schwierg.

Deshalb setzen wir unserSchluchten und Gueltas im Immidir Trekking über ein großes schwarzes Plateau fort; die Hitze lässt die schwarzen Steine flimmern. Die Fernblicke sind jedoch grandios und wir sehen nach einigen Stunden bereits unser „Fernziel“: die Bergkette von Tadjmout.

Zuvor steigen wir jedoch tief hinab ins Oued Ouarsamed, zu einem Nachtlager am Fuße hoher Felswände. Das Oued zieht sich breit und mit bunten Bachkieseln bestückt dahin, am Rand gibt es jedoch sandige Lagerplätze und auch für Kamele etwas zu weiden. Ganz in der Nähe liegt hoch im Geröll der Felswand eine Grotte mit einigen Felsmalereien und tollem Ausblick.

Wir wechseln die Wanderrichtung und bewegen uns fast genau nach Nordwesten durch das Oued. Auch hier treffen wir noch auf zahlreiche Gueltas, die abrupt vor einem kleinen Dünenkordon enden. Aus der schattenbietenden und vegetationsreichen Region des Tassilis gelangen wir nun in großräumigere Zentralsaharalandschaften. Nach der kurzen Sandüberquerung kommen wir ins Oued Tadjmout und damit auch zur gleichnamigen Quelle. Diese liegt am Fuße einer markanten Bergnase in einem kleinen Akazien- und Palmenhain. Während der französischenRabda, einer unserer versierten Köche Kolonialzeit verlief direkt an Tadjmout vorbei die alte unasphaltierte Piste nach In Salah und im Prinzip bis nach Algier.

Heutzutage wird die Piste kaum noch befahren. In der Nähe weiden einige Kamele und Esel, manchmal kommen auch Nomaden mit ihren...und sein Werk Ziegen zur Wasserstelle. Ein Maraboutgrab, viele weitere Gräber, sowie eine Viehtränke und viel Müll (sowohl aus der Kolonialzeit, als auch aus der heutigen Zeit) finden sich rund um die eigentlich schön gelegene Quelle. Für uns ist es dennoch ein wichtiger Punkt an dem wir dringend benötigtes Wasser auffüllen. Wir lagern mit etwas Abstand in der Nähe.

Die weitere Trekkingetappe verläuft zunächst im Oued Tadjmout, da sich nur dort schattige Plätze unter Akazienbäumen für die Mittagsrast finden lassen. Die Fernblicke sind bei klarem Wetter ausgesprochen schön. Bald queren wir über kiesige Hügel mit Marmorbänken ins Oued Arak, wo die Vegetation überwiegend aus Tamarisken besteht. Die ersten Ausläufer des Erg In Gordane begeistern immer wieder alle Teilnehmer. Dort schlagen wir ein schönes Nachtlager auf, bevor wir am letzten Trekkingtag die höherenUnsere Karawane im Erg Gordane Dünen des Erg überqueren, wieder mit phantastischer Aussicht. Wenn wir die letzte Dünenhöhe erreicht haben, sehen wir bereits unsere Geländefahrzeuge, die zum Abholen bereitstehen.

Wie immer ist es ein Abschied, der herzlich ausfällt, wenn wir uns vonIm Erg Gordane den Karawaniers verabschieden. Bald - nach einer kurzen Pause - ziehen sie, erleichert um viele Kilogramm Gepäck, auf fast leeren Kamelen davon.

Wir besteigen die Jeeps und fahren eine kurze Etappe Richtung Asphaltstraße, die wir nur kurz benutzen, um dann in der herrlichenDüne, wau...! Umgebung des Brunnes von Idersane ein Nachtlager zu beziehen. Wer sich nochmal richtig bei einer Dünenbesteigung „austoben“ will, hat hier eine phantastische Gelegenheit. Ein richtiges Dünengebirge türmt sich auf, mit wiederum enormen Ausblicken.

12. bis etwa 14.Tag

Am nächsten Morgen laufen wir zu Fuß zum Brunnen von Idersane; die Geländewagen folgen, um unsere Wasservorräte für die nächsten Tage bis nach Tamanrasset aufzufüllen. Eine gute Gelegenheit für eine ausführlichere Wäsche oder Dusche, versteckt hinter den Bäumen rund um den Brunnen. Nach verlassen des Brunnens wendet sich die Reiseroute strack nach Süden. Bald tauchen völlig andere Gesteine auf, große Granitblöcke und -massive bestimmen das Landschaftsbild.

Ein Traumgarten aus Granit und Sand ist Tishel Koutatine, bemerkenswert sind die tiefen Spalten in den leicht begehbaren Granitkuppen. Große Kugelfelsen sind von goldenem Sand umrahmt. Immer wieder bieten sich den Fotografen schöne Motive. Mittags und abends tolle Lagerplätze zum Wandern und Klettern. Tiglemine ist ebenfalls solch eine wunderschöneGranit und Sand..., Motiv während der Rückfahrt Granit/Sandlandschaft, die das Fußgängerherz jubeln lässt.

Im Oued Arazeraz, ca. 20 km von der Ashpaltstraße entfernt, übernachten wir ein letztes Mal im Freien und auch hier wieder wunderbare Klettergelegenheiten über kleine Dünen auf hohe Granitkuppen, bevor wir zügig nach Tam zurückfahren. Aufenthalt in einer Herberge oder einem Camp in Tageszimmern/Abendessen/Dusche. Nachmittags Stadtvisite und Einkäufe bevor es kurz vor Mitternacht zum Flughafen geht, zum Nachtflug Tamanrasset-Djanet.

15. Tag

Ein Verbindungsflug bringt uns nach Djanet, wo wir den Direktflug nach Frankfurt erreichen. Eine alternative Flugmöglichkeit bleibt vorbehalten

Achtung, Variante, ab dem 12.Tag

Abhängig von den aktuellen Gegebenheiten und Flugverbindungen, fahren wir nach dem Trekking nicht nach Tamanrasset zurück, sondern wir navigieren direkt nach Osten, nach Djanet.

Auch bei dieser Variante verläuft der Weg nicht auf großen Überlandpisten. Wir folgen schmalen Fahrspuren und lernen eine Abfolge unterschiedlichster, zentralsaharischer Landschaften kennen: Das Nordende des Teffedest-Gebirges mit dem mächtigen Granitstock des Geisterberges Garet el Djenoun, die Vulkanebene Amadror mit ihren verwitterten Kratern, die hohen Dünen des Erg Admer und den bizarr verwitterten Plateaurand des größten Tassilis der Zentralsahara, dem Tassili N'Ajjer.

Bei dieser Variante ersparen wir uns den etwas stapaziösen Verbindungsflug von Tamanrasset nach Djanet, in der Nacht von Samstag auf Sonntag, am Ende der Reise. Wir informieren rechtzeitig vor Reisebeginn über den aktuellen Verlauf.

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Termine & Preise 2011/2012

06.11.2011 - 20.11.2011 € 2.200,- *
27.11.2011 - 11.12.2011 € 2.200,- *
25.12.2011 - 08.01.2012 € 2.200 - *
19.02.2012 - 04.03.2012 € 2.200,- *
11.03.2012 - 25.03.2012 € 2.200,- *
01.04.2012 - 15.04.2012 € 2.200,- *
14.10.2012 - 28.10.2012 € 2.200,- *
04.11.2012 - 18.11.2012 € 2.200,- *
25.11.2012 - 09.12.2012 € 2.200,- *
23.12.2012 - 06.01.2013 € 2.200,- *
sowie Februar/März/April 2013
* Touren auf Basis der geplanten Direktflüge
von Frankfurt nach Südalgerien und zurück.

Leistungen

Zusätzliche Kosten

Visumgebühr, Hotelaufenthalte bei unvorhergesehenen Ereignissen, evtl. Restaurantessen/Getränke bei Beginn und Ende der Touren, Trinkgelder, Unvorhergesehenes.
Einzelzimmer/Einzelzelt : Euro 50,-

Teilnehmerzahl

Mindestens 7 Personen, maximal 12.

Begriffserklärungen

Guelta: arabisch, offene Wasserstelle. Tümpel in enger, schattiger Felsspalte

In oder Ain, Hassi: arabisch, Brunnen

Oued: Trockenflusstal mit wasserführenden unterirdischen Schichten, temporär auch Oberflächenwasser

Erg: Dünengebiet

Literatur

Immidir, la Tassili oubliée, von Jean-Louis Bernezat. Éditions Glénat, 2002. ISBN 2-7234-4626-3.

Speziell zu dieser Reise

Die Reiseroute führt in absolut entlegene Gebiete; es gibt während des Trekkings keinerlei Versorgung, außer Brunnen (mit relativ gutem Wasser) und offene Wasserstellen (Gueltas).

Sie müssen gesund sein, ausdauernd im Laufen, physisch und psychisch stabil. Ihre Flexibilität wird gefordert, Teamgeist ist Grundvoraussetzung. Gut eingelaufenes Schuhwerk ist sehr wichtig, Wanderstöcke (Teleskopstöcke) können hilfreich sein. Gute Trittsicherheit ist damit meist gewährleistet, denn es sind geröllige Auf/Abstiege zu bewältigen.

An den Gueltas gibt es hin und wieder Gelegenheit sich zu waschen, allerdings muss Handtuch/Waschzeug dann jeweils im Tagesrucksack mitgetragen werden. Bitte nehmen Sie auch Trekkingsandalen mit, damit mittags und abends die Füße „durchatmen“ können.

Sehr bewährt hat sich beim Trekking ein Trinkrucksack mit Ansaugschlauch und 1½ Liter Inhalt (gibt es im Fahrrad- oder Ausrüsterladen), damit die „Wasserzufuhr“ regelmäßig erfolgt.

Weitere Informationen

zu Visa, Impfungen, AA-Sicherheitshinweise oder Reisewarnungen etc., entnehmen Sie bitte dem speziell zum Ausdrucken vorbereiteten “Ländermerkblatt Algerien

Veranstalter

SUNTOURS GMBH Expeditionen Karawanen Trekking. Es gelten die Reisevertragsbedingungen der SUNTOURS GmbH, siehe oberste Navigationsleiste.

Fotos auf dieser Seite

Ursula Seiler, W+J Foike, Rainer Jarosch

Änderungen und Anpassungen an die örtlichen Gegebenheiten vorbehalten!

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