Karawane & Trekking Teffedest
Südalgerien - ca. zwei Wochen.
Trekken und Wandern entlang dem Teffedest,
Geländewagentour durch das Hoggargebirge







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Focus der Reise

Für diese Route erteilen die örtlichen Behörden z.Zt. keine Genehmigung. Die Tour wird momentan nicht durchgeführt!

Die Gebirgslandschaften nördlich von Tamanrasset sind Ziel dieser Tour. Nach kurzer Geländewagenfahrt treffen wir auf der Westseite des Teffedest-Gebirges unsere Karawanenmannschaft. Die nächsten ca. neun Tage verbringen wir wandernd in den hellen, sanddurchzogenen, dem Gebirge vorgelagerten Tälern und Bergeinschnitten. Am Ende der Karawane erwarten uns wieder die Allradfahrzeuge und wir lösen uns aus dem Granit. Bald tauchen ausgedehnte Lavafelder auf, und es folgt ein Besuch des Kraters Ouksem mit abwechlungsreicher Wanderung. Das Hoggar-Gebirge präsentiert sich dunkel am Horizont mit gewaltigen Bergkolossen. Wir durchqueren das Gebirge recht zügig mit Geländewagen und besuchen das eindrucksvolle Atakor, das steinerne Herz des Hoggar.

Vorgesehenes Tourenprogramm

1. und 2. Tag

Flug Frankfurt - Tamanrasset (oder andere, möglichst direkte Flugmöglichkeit). Übernachtung in einer hübschen Herberge, mit Blick auf das Hoggar-Gebirge.

Nach kurzem Aufenthalt in Tamanrasset (Stadtrundgang/Einkäufe) verlassen wir die Stadt mit den Geländewagen nach Norden, zur Fahrt ins Teffedest-Gebirge. Zunächst folgen wir der Asphaltstrasse, die Tamanrasset mit In Salah und Algier verbindet; dann geht es weiter, durch abwechslungsreiches Gelände und bereits am Mittag des 3. Tages erreichen wir die ersten Ausläufer des Teffedest.

3. bis etwa 6. Tag

Das Teffedest ist ein reines Granitgebirge mit einer Ausdehnung von ca. 100 km in Nord-Süd-Richtung, durchzogen von Tälern und Bergeinschnitten, wo noch etliche Nomadenfamlien leben. Einige (auch neu gegrabene) Brunnen und die relativ dichte Vegetation erlauben den Nomadismus. Im gesamten Gebirge gibt es nur eine Oase, Mertoutek, die ganzjährig von Tuareg bewohnt wird.

Am Karawanentreffpunkt empfängt uns ein grandioses Felsenrund mit auffälligen „Puddingbergen“, an dessen Fuß es sogar ein paarMondberge am Treffpunkt mit der Karawane Felsgravuren zu sehen gibt. Wir lagern im großen Oued, lernen unsere Begleiter kennen und bereiten uns auf die nächsten Trekkingtage vor. Kleine Wanderungen in die nähere Umgebung runden den Tag ab.

Während der nächsten ca. 9 Tage tauchen wir ein in großartige Landschaften, bewegen uns in Etappen von jeweils ca. 3 Stunden vor- und nachmittags zu Fuß vorwärts und lassen die gewaltigen Naturräume auf uns einwirken. Die Ruhe und Stille der Wüste, der Rhythmus der Karawane und der Kontakt mit den kundigen und freundlichen Tuareg-Nomaden sind einmalige Erlebnisse. Eine gewisse körperliche Beweglichkeit und Fitness, sowie Ausdauer beim Laufen sind absolut erforderlich.

Zwar ist das Karawanentempo bedeutend gemächlicher als eineEin Targui auf seinem Kamel Geländewagenfahrt, aber wir bewegen uns doch recht kontinuierlich und nach den Weisungen des Karawanenführers vorwärts. Dabei kann es auch mal vorkommen, dass einige Etappen länger und anstrengender ausfallen als zuvor besprochen. Ein wichtiger Aspekt sind die Weidemöglichkeiten für die Kamele und natürlich die Brunnen oder Wasserstellen. Der Kamelguide entscheidet daher von Tag zu Tag über die zurückzulegenden Strecken und Ruhepausen bzw. Übernachtungsplätze. Streng nach der Uhr lassen sich Karawanentouren nicht planen, weshalb in diesem Programm auch keine exakte Einteilung der Tagesetappen vorgestellt wird.

Die Landschaft bietet weite Ausblicke nach Westen und Norden auf ausgelagerte Bergmassive. Die scharf gezeichneten Reliefs der Granitbergkette des Teffedest im Osten bilden eine imposante Kulisse. Glitzernde Quarzsandflächen wechseln ab mit vegetationsreichen Oueds. Meistens ist der Untergrund fest und ideal zum Laufen, aber es gibt auch sandige und manchmal geröllige Passagen. Von der Erosion geformte Granitskulpturen schimmern zwischen den blaugrau und hellgrau changierenden Bergen des Teffedest auf.

An anderen Tagen dringt man tiefer in die Berge ein, die LandschaftKarawane an der Westseite des Teffedest rückt enger zusammen; Akazien, Büsche und Kamelgras imaginieren eine kleine, fast savannenähnliche Umgebung. So etwa sah die Sahara im ausgehenden Neolithikum in weiten Bereichen aus, als es noch Großwild gab und Jäger mit ihren archaischen Waffen die Steppe durchstreiften.

Auch in heutiger Zeit trifft man hin und wieder auf kleine "Campements", das sind Tuareg-Lager, die je nach Weide- und Wassergegebenheiten, zeitweise oder ständig bewohnt werden. Diese Begegnungen vermitteln einen Eindruck vom harten Leben der Nomaden. Die aus dem Gebirge herausführenden Oueds bieten genügend Vegetation für Nomadenfamilien mit ihren kleinen Ziegen- und Kamelherden und uns Unterschlupf für die Nächte oder schattige Akazienbäume und Tamariskenbüsche für die Mittagspausen. Sowohl mittags als auch abends nach den Trekkingetappen gibt es jeden Tag vielfältige Möglichkeiten zu spazieren, zu klettern und zu fotografieren.

7. bis etwa 11.Tag

Gegen Mitte der Trekking-Karawane zeichnet sich am Nordende des Gebirges der gewaltige Gebirgsstock des Garet el Djenoun (arab.: Berg der Geister) ab. Auf Tamashek, der Sprache der Tuareg, heißt er Oudane. Zwar ist er "nur" der zweithöchste Gipfel des gesamten Massivs mit 2330 m, aber sein markanter, kronenartiger Aufbau ist sehr charakteristisch und es ranken sich viele Legenden und Geschichten um diesen Berg. Wir halten genau darauf zu, immer wuchtiger undWolkenhaube über dem Berg der Geister beeindruckender baut sich der Gebirgsstock in den nächsten Tagen vor uns auf. Wir übernachten oder rasten am Fuß der Granitmassen in den schönen, von Tamarisken bestandenen Wadis wie z.B. im Oued beim Brunnen von In Tounine oder im Wadi Ouhet.

Der Garet el Djenoun bleibt bis zum Ende der Karawane unsere eindrucksvolle Wegmarke. Entweder wir umrunden ihn im Norden vollständig und folgen der Ostseite des Gebirges nach Süden. Oder wir können südlich des Gebirgsstocks dem Oued Ouhet in östlicher Richtung folgen und das Gebirge über einen Pass überqueren, mit herrlichem Fernblick. Auch dies hängt mal wieder von den Weide/Wassergegebenheiten ab.

Am Brunnen im Oued von Amrhei endet die Karawanentour und unsere Kamele werden dort getränkt - ein Spektakel mit viel Gebrüll undAm Brunnen im Oued Amrhei Getöse. Auch wir können uns dann evtl. ein Schüsselchen Wasser für die Körperpflege gönnen.

Zum vereinbarten Zeitpunkt tauchen dann unsere Tuareg-Fahrer mit den Geländewagen wieder auf, um die Gruppe abzuholen. Der Abschied vom Karawanenrhythmus und den Chameliers mit ihren Tieren wird sicherlich nicht leicht fallen.

12. und 13. Tag

In einem für uns ungewohnt gewordenen schnellen Tempo bewegen wir uns in Richtung Süden, zunächst noch mit Blick auf die Ostseite des Teffedest-Gebirges. Wir queren etliche große Oueds und kommen in eine völlig andere Landschaft: Die weitläufigen Lavadecken der Region Menzas schimmern schwarz und abweisend. Zahlreiche ehemalige Vulkankrater ragen auf und an einem dieser Krater rasten wir. Eine kurze, aber spektakulär schöne Wanderung führt uns in die zwei Krater des Ouksem, dessen Calderen sich steil aufbauen. Der Weg ist geröllig und ausgewaschen, aber dennoch für laufgewöhnte Menschen gut zu bewältigen. Am Boden des zweiten, tieferen Kraters befinden sich Natronvorkommen, die durch gelegentliche RegenfälleIm Krater Ouksem auskristallisieren. Hin und wieder wird Natron von Einheimischen mit kleinen Esel- oder Kamelkarawanen aus den Kratern herauftransportiert und von Lastwagen abgeholt. Natron wird auf den regionalen Märkten verkauft, meist um es dem Kautabak beizumischen.

Die holprige Piste führt in die Nähe von Hirhafok, einer sich ausdehnenden Oase mit Obst- und Gemüsegärten und kleinen Feldern. Es gibt einige einfache Felszeichnungen aus der Rinder- und Pferdeperiode ganz in der Nähe des Ortes, der an der Überlandpiste von Djanet nach Tamanrasset liegt.

Meist durchqueren wir die Oase Hirhafok und das gleichnamige Oued noch, bevor wir einen Nachtlagerplatz aufsuchen. Am nächsten Morgen bringt uns die nach Süden führende Hoggar-Piste ins "steinerne Herz" des Hoggar-Gebirges, das Atakor. Während der gesamten Weiterfahrt passieren wir - oft im Schritttempo - steile Bergpisten, mit tiefen Furchen und Querrinnen. Manchmal geht man besser zu Fuß, während sich die Fahrzeuge durch das schwierige Gelände quälen. Schöne Wasserstellen wie das Guelta Issakarassene liegen etwas abseits der Route. Wir erleben atemberaubende Ausblicke während der Fahrt und im ca. 2700 m hoch gelegenen Zentrum des Gebirges. Bei derAtakor, das Zentrum des Hoggar Übernachtung im Umfeld des Plateauberges Assekrem bietet sich die Möglichkeit zum Besuch der Einsiedelei und Kapelle von Charles de Foucauld.

14. Tag

Eindrucksvoll ist auch die weitere Fahrt zurück nach Tamanrasset durch das wilde Bergland des Hoggar. Immer wieder tauchen bizarr geformte, noch nicht der Erosion anheim gefallene Vulkanschlotfüllungen auf. Orgelpfeifen gleichende Basalttrümmer liegen oder stehen am Pistenrand, große Ebenen sind zu durchqueren und riesige Krater prägen die Landschaft Die Gueltas von Afilale und Imelaouelouene bieten kurze Rastmöglichkeiten und man staunt, dass in dieser toten Stein- und Staubregion noch Leben existiert: Wasser tropft, Pflanzen wachsen und sogar Fische tummeln sich in den Tümpeln.

Am Nachmittag sollten wir dann in Tamanrasset eintreffen - dort gibt es nach langer Zeit wieder Duschen, Zimmer mit Betten zum Ausruhen, Stühle und Tische im Restaurant, lebhaften Verkehr, also sogenannte "Zivilisation"!

Je nach Flugsituation erfolgt noch eine Übernachtung im Camp oder der Transfer nachts zum Flughafen.

15. Tag

Ein Verbindungsflug bringt uns nach Djanet, wo wir den Direktflug nach Frankfurt erreichen. Eine alternative Flugmöglichkeit bleibt vorbehalten.

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Termine & Preise 2011/2012

06.11.2011 - 20.11.2011 € 2.200,- *
27.11.2011 - 11.12.2011 € 2.200,- *
25.12.2011 - 08.01.2012 € 2.200 - *
19.02.2012 - 04.03.2012 € 2.200,- *
11.03.2012 - 25.03.2012 € 2.200,- *
01.04.2012 - 15.04.2012 € 2.200,- *
14.10.2012 - 28.10.2012 € 2.200,- *
04.11.2012 - 18.11.2012 € 2.200,- *
25.11.2012 - 09.12.2012 € 2.200,- *
23.12.2012 - 06.01.2013 € 2.200,- *
sowie Februar/März/April 2013
* Touren auf Basis der geplanten Direktflüge
von Frankfurt nach Südalgerien und zurück.

Leistungen

Zusätzliche Kosten

Visumgebühr, Hotelaufenthalte bei unvorhergesehenen Ereignissen, evtl. Restaurantessen/Getränke bei Beginn und Ende der Touren, Unvorhergesehenes.
Einzelzimmer/Einzelzelt: Euro 50,-

Teilnehmerzahl

Mindestens 7 Personen, maximal 12.

Begriffserklärungen

Guelta: arabisch, offene Wasserstelle. Tümpel in enger, schattiger Felsspalte

In oder Ain, Hassi: arabisch, Brunnen

Gara oder Garet: arabisch, Gebirgsstock oder Berg, hochaufragend

Teffedest: Tamahak (Sprache der Tuareg), helle (Granit-)Landschaft

Ouksem: bedeutet Natron, welches gern dem Kautabak beigemischt wird; gleichnamig, der Doppelkrater Ouksem

Weitere Informationen

zu Visa, Impfungen, AA-Sicherheitshinweise oder Reisewarnungen etc., entnehmen Sie bitte dem speziell zum Ausdrucken vorbereiteten "Ländermerkblatt Algerien"

Bitte beachten Sie auch das Merkblatt "Meharee" in der obersten Navigationsleiste.

Veranstalter

SUNTOURS GMBH Expeditionen Karawanen Trekking. Es gelten die Reisevertragsbedingungen der SUNTOURS GmbH, siehe obere Navigationsleiste.

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