Geländewagentour und Meharee
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Focus der Reise
Umfassende, informative
Expeditionsreise in die landschaftlich spektakulärsten Regionen der Sahara
und durch traditionelles Nomadenland
im Aïr-Gebirge.
- Agadez, Handelszentrum im Wandel
- durchs Aïr-Bergland, grandiose Passagen an der Aïr-Ostseite und prähistorische Gravuren
- die Dünen des Erg du Bilma, auf den Spuren der legendären Salzkarawanen
- die Salzoasen Fachi und Bilma
- die Kaouar-Oasenkette am östlichen Rand der Ténéré
- die Ruinenstädte Djado und Djaba und die Felsburgen von Orida, das westliche Djado-Plateau
- Querung der nördlichen, absolut ebenen Ténéré du Tafassasset
- das Massiv von Adrar Bous und dann das Tal von Temet, mit gewaltigen Dünen, die zu den höchsten der Erde zählen
- die “Blauen Berge” - jahrmillionenalter Marmor aus den Tiefen der Erde
Voraussichtliches Programm
Flug von Frankfurt über Paris nach Niamey (oder andere Flugmöglichkeit), der Hauptstadt des Niger.
Je nach Ankunftszeit des Fluges, Hotelübernachtung oder sofort Start zur langen Transferfahrt nach Agadez.
Ein Bus oder sogenannte "Busch-Taxis" bringen uns auf Asphalt 1.000 km weit nach Nordosten an den Südrand des Aïr-Gebirges. Die unterschiedlichen Siedlungsformen der ländlichen Bevölkerung Nigers in den weiten, flachen Sahellandschaften ziehen an uns vorbei. Sie werden feststellen, dass der Sahel nicht nur eine Problemzone ist, sondern auch heitere und frohe Begegnungen bereithält. Damit es nicht allzu strapaziös wird, werden wir ab und zu einen kurzen Halt in der einen oder anderen Ortschaft einlegen. Trotzdem bleibt diese Fahrt ein Transfer. Wir wollen auf schnellstem Weg nach Agadez; für den Transfer muß man ca. einen Tag einkalkulieren.
Inlandflüge von Niamey nach Agadez und zurück ließen sich in letzter Zeit leider nicht realisieren.
Agadez,
die Sultansstadt, „vibriert“ buchstäblich vor Geschäftigkeit und Leben. Von dem etwa 4-jährigen bewaffneten Konflikt im Ostniger, der etwa 1995 abflaute, ist nichts mehr zu spüren. Das alte Handelszentrum Agadez war und ist immer Schnittpunkt vieler Kulturen und Ethnien gewesen. Sicherlich sehen Sie haushoch beladene, aus Libyen kommende Lastwagen, daneben Tuaregnomaden mit ihren Kamelen und bunt geschmückte Bororo-Nomaden, mit ihren typischen Lederhüten.
Nach einem kurzen Markt- und Stadtbesuch steigen wir in die Geländewagen, mit denen wir in den nächsten Wochen unterwegs sein werden.
Unmittelbar nach dem Verlassen von Agadez erreichen wir die dunklen Ausläufer der Aïr-Berge und eine schmale Piste schlängelt sich durch das vulkanische Gebirge, mit tief eingeschnittenen Oueds. Die ersten Tuareg-Siedlungen tauchen auf, wie z.B. El Meki, ein ehemaliger Bergbauort. Die schönste Oase des Aïr ist ganz sicher Timia. Unterhalb des Ortes überrascht uns ein riesiges Guelta (natürliches Wasserbecken), dessen hohe Wände aus Basaltsäulen fast wie eine Theaterkulisse wirken. Unsere Fahrzeuge klettern aufwärts und plötzlich öffnen sich die engen Felswände und geben den Blick frei auf grüne Oasengärten mit Dattelpalmen, Feigen- und Obstbäumen. Die Häuser des Ortes sind eng an die Felswände gebaut, damit die oft reißenden sommerlichen Regenfälle nicht allzu große Schäden anrichten. Kurzer Rundgang durch den freundlichen Ort, geführt von Jugendlichen. Wir entrichten dafür eine kleine Gebühr, zur Unterstützung der örtlichen Schule.
Bis zur Ruinenstadt Assodé, dem ehemaligen Hauptort der Aïr-Tuareg, folgen wir noch der Iferouane-Piste. Später, Richtung Taghmert-Massiv, orientieren sich die Fahrer am Berg Goundaï. Es folgt eine Passage durch ein totales Gewirr von Felsen, wo wir zu Fuß gehen, damit die entlasteten Fahrzeuge Felstreppen und Geröll besser bewältigen können. Später tauchen erste sandige Ebenen auf, die Oueds werden breiter und wir erreichen das weite Tal von Zagado.
Kogo, im Oued Issaouane gelegen, ist eine traditionelle Tuaregsiedlung unter mächtigen Akazien. Verlässt man den Schatten der Bäume, so tut sich eine phantastisch schöne Landschaft auf: riesige weiße und bläulich schimmernde Marmorbrocken türmen sich rechts und links unserer Piste, dazwischen hellgelber, angewehter Sand aus den Tiefen der Ténéré. Hochaufgebaute, feingeschwungene Dünenkämme branden an die dunklen Berghänge von Taghmert und Takarit. Die gewaltigen granitenen Bergmassive sind Ringplutonen, erstarrte Wurzeln ehemaliger Vulkane. Während das Aufstiegszentrum der glutflüssigen Massen, aus denen die Massive des Aïr entstanden, gut 1000 km südlich in Nigeria liegt, wanderte die Erdkrustenplatte samt der Magmakammern und der Berge allmählich nach Norden. Die Vulkankegel und erstarrten Lavaströme, die sich mit anderen Sedimenten als viele tausend Meter mächtige Schichten abgelagert hatten, wurden im Laufe der Zeit von den Kräften der Verwitterung abgetragen und -einzigartig auf der Erde- die Erosion legte die ehemaligen Magmakammern frei.
Zur Oase Iferouane und dann durch das zentrale Aïr führt die Fahrt zurück nach Agadez.
Transferfahrt nach Niamey und Rückflug. Sobald es neue, akzeptable Flugverbindungen von/nach Agadez gibt, werden wir diese nutzen.
Änderungen vorbehalten !
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Termine & Preise
| 21.12.2004 - 13.01.2005 | € 2.100,-- * | |
| 21.02.2005 - 15.03.2005 | € 2.000,-- * | |
| 21.03.2005 - 12.04.2005 | € 2.100,-- * | |
| 24.10.2005 - 15.11.2005 | € 2.000,-- * | |
| 14.11.2005 - 06.12.2005 | € 2.000,-- * | |
| 19.12.2005 - 10.01.2006 | € 2.100,-- * |
* Preis des Landarrangements zuzüglich Flug (Air France, ab ca. 1.000,-- €) Flugbuchung gleichzeitig mit der Reise bei SUNTOURS. Bitte frühzeitig buchen, solange die einigermaßen günstigen Buchungsklassen noch zur Verfügung stehen!
Leistungen
- Vermittelter Flug Frankfurt - Paris - Niamey u. retour oder andere Flugmöglichkeit.
- In Niamey und Agadez 3-4 Hotelübernachtungen mit HP
- Transferfahrt nach Agadez u. retour
- Während der Expeditionsfahrt unterwegs in einheimischen Geländewagen, bei manchen Touren ist ein Fahrzeug von SUNTOURS dabei
- Verpflegung aus der "Bordküche" durch einheim. Koch, Schlafmatten, Zelte auf Wunsch
- Europäische, deutschspr. Reisebegleitung, GPS-Navigation
- Reiserücktrittskostenversicherung
Zusätzliche Kosten
Visumgebühren für Niger, evtl. Flughafensteuer, persönlich bestellte Restaurantessen/Getränke, evtl. zusätzliche Hotelaufenthalte bei unvorhersehbaren Ereignissen, Trinkgelder, Unvorhergesehenes.
Einzelzimmer u. Einzelzelt: EURO 50.-
Abflüge ab anderen Städten als Frankfurt auf Anfrage (ca. 50,-- EURO, je nach Verfügbarkeit)!
Begriffserklärung
Reg: Kieswüste
Serir: arabisch, bedeutet “klein”, Kieswüste aus feinerem Gestein
Kori: ein Wort aus der Sprache der Haussa, bedeutet Wadi, Oued, Trockenfluß
Fragen zu Abflügen ab anderen Städten, Visa/Impfungen, Zeltübernachtung etc.: Siehe Ländermerkblatt Niger!
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Literatur
Bei Buchung erhalten Sie eine ausführliche Literaturliste. Hier einige Tipps vorab, speziell zu dieser Reise:
WÜSTE, Begleitbuch zur Ausstellung WÜSTE des Hessischen Landesmuseums Darmstadt, 2002, ISBN 3-534-16051-7
Die zentrale Sahara, Detlef Busche, Justus Perthes Verlag, Gotha
In der Tiefe der Sahara, mehrere Autoren, Verlag C.J. Bucher
Die Wüsten der Erde, Michael Martin, Frederking & Thaler, Neuerscheinung im Sept. 04
Saids Geschichte oder der Schatz in der Wüste, Sigrid Heuck, Thienemann Verlag
Die Tuareg-Tragödie, Mano Dayak, Horlemann Vlg.
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