Meharee Tadrart
Südlibyen - ca. zwei Wochen
Meharee und Geländewagentour
Aktuell organisieren wir selbstverständlich keine Reisen in Libyen; wir lassen
die Texte jedoch veröffentlicht, damit Sie sehen können, was in Zukunft
hoffentlich bald wieder möglich ist.
Informieren Sie sich gern bei uns.
Der Bevölkerung Libyens und unseren Partnern senden wir die besten Wünsche und Grüße!
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Focus der Reise
Eine abwechslungsreiche und informative Tour im Südwesten des Landes. Tuareg sind unsere Begleiter, sowohl während der Geländewagenfahrt, als auch während der geruhsamen Karawane.
- Seen in den Dünen des Erg Ubari: Mandara und Oum el Maa
- Weite Messak-Landschaften, Gravuren im Wadi Mathendous und riesige Dünenberge im Erg Murzuk
- Felsbilder und Gravuren im Tadrart-Akakus
- ca. 6-tägige Meharee in herrlichen Tassili-Landschaften. Jeder Teilnehmer hat "sein" eigenes Reitkamel, Gepäck und Ausrüstung werden von einem Begleitfahrzeug transportiert
Vorgesehener Tourenverlauf
1. bis etwa 2. Tag: Flug und Anreise in den Süden
Ihr Flug bringt Sie (meist über Tunis) nach Djerba in Tunesien, nahe der libyschen Grenze. Andere Flugmöglichkeiten bleiben vorbehalten. Wir übernachten in einem Hotel oder in einer traditionellen Herberge in Houmt Souk.
Am nächsten Tag starten wir zum Grenzübergang und zur Fahrt nach Tripolis. Nach den meist zügigen Grenzformalitäten gibt es schon bald einen weiteren, längeren Stopp, wir besichtigen die punisch/römischen Ruinen von Sabratha. Imposant am Meer gelegen, beeindruckt besonders das hochaufragende, römische Theater. Aber auch zahlreiche Mosaiken und raffinierte Wasserkanäle sind gut erhalten.
Möglichst noch am Abend des zweiten Tages bringt uns ein Inlandflug von Tripolis nach Sebha. Dort Übernachtung in einem hübschen Camp, außerhalb der Stadt.
3. bis etwa 6. Tag: Mit Tuareg und ihren Geländewagen vom Erg Ubari bis ins Tassili Tadrart
Ziel ist zunächst der kleine Ort Gerama, im Wadi Adjal, südlich des Erg Ubari. Dann steuern wir zwei der unbewohnten Oasen und Seen im Erg Ubari an. Nach schwieriger Dünenfahrt taucht zwischen den gelben Sandbergen plötzlich üppiges Grün und gleißendes Wasser auf: Mandara und Oum el Maa! Eine kurze Wanderung um den See Oum el Maa lässt uns staunen: unaufhörlich rieselt Sand von allen Seiten in das "verhexte" Gewässer, aber trotzdem hält sich der See hartnäckig in der Dünenwelt. Die tiefste Stelle des Sees misst etwa 7 - 9 m und bei der hier üblichen Verdunstungsrate von 7 m pro Jahr müssen ständig frische Wassermassen aus der Tiefe nachströmen. Daher auch zu Recht der Name des Sees: Oum el Maa, "die Mutter des Wassers"!
Wir verlassen den Erg Ubari nach Süden und stoßen wieder auf das dicht besiedelte Wadi Adjal, bei Gerama. Nach einem Besuch der Garamanten-Ruinen können wir schon bald in Richtung Wadi Mathendous aufbrechen. Diese prähistorische Stätte bietet Gravuren in außergewöhnlicher Vollendung und Eleganz, wie sie nur noch im ebenso berühmten Oued Djerat in Algerien zu finden sind. Wir sehen u.a. Abbildungen von Giraffen, Nashörnern, Rindern, Menschen, gar von Schamanen und - ganz einmalig - die Gravur eines Krokodils. Fakultativ bleibt noch die Möglichkeit zu einem Abstecher zur Fundstelle von In Habeter.
Über eine schwarze Hamada (Steinwüste) holpern wir zum Erg Murzuq, dessen Sandmassen eine willkommene Abwechslung in der Steinöde sind. Die Dünenbuchten bieten geschützte Lagerplätze und Sie können schon mal Ihre Kondition testen und die bis zu 150 m hohen Dünen besteigen. Wer sich in den Senken zwischen den Sandbergen genauer umsieht, merkt dass der Erg auch in anderen Epochen schon Lebensraum war: zahlreiche steinzeitliche Fundplätze sind zu besichtigen.
Weiter geht es durch Täler und Ebenen, vorbei an Zeugenbergen der Region Messak Mellet, weite, helle, zentralsaharische Landschaftsformen. Ganz im Südwesten Libyens taucht nun das Tadrart/Akakus auf. Geologisch bildet es die Fortsetzung des Tassili N’Ajjer in Südalgerien. Tassilifelsen, von Sandzungen
umspült, bizarre Felsformationen, Brücken, Türme, Felsbilder und Gravuren begeistern uns, in dieser Traumlandschaft.
Einige maßgebliche Felsbildstätten besuchen wir noch mit den Geländefahrzeugen, da es sich nicht bewährt hat, mit den Kamelen von einer Felsbildhöhle zur anderen zu ziehen. Hier sind noch zu viele Geländewagen unterwegs und wenn man auf Meharee ist, sucht man doch eher “die Stille der Wüste”.
7. bis etwa 12. Tag: Der Rythmus der Karawane
In Tin Lalan, einer kleinen grünen Oase, treffen wir auf unsere Kamelkarawane und die neue Begleitmannschaft. Nicht weit entfernt gibt es nochmals einige Gravuren zu sehen, die auch in Publikationen als Besonderheit hervorgehoben werden.
Die nächsten ca. 6 Tage verbringen wir mit dem Karawanenführer und den Chameliers in einer außergewöhnlich schönen und abwechslungsreichen Landschaft. Nur die leisen Geräusche der Karawane begleiten uns auf den vor uns liegenden ca. 100 km. Jeder Teilnehmer hat ein eigenes Reitkamel; trotzdem kann jeder entscheiden ob und wie viel er/sie laufen möchte. Das Gepäck/Ausrüstung wird von einem Geländewagen transportiert, den die Gruppe nur am Mittags- bzw. Übernachtungsplatz trifft. Die Karawanenpisten führen durch sandige Täler mit niedrigen Dünen, hin und wieder über Felsrücken; vereinzelt tauchen kleine Nomadencamps auf. In der Region des Djebel Aouis ist es landschaftlich besonders schön: weite Ausblicke, pittoreske Felsformationen und schöne Felsbildhöhlen sorgen für Abwechslung. Wenn es gut geregnet hat, finden wir sogar hin und wieder mit Wasser gefüllte Gueltas auf unserem weiteren Weg zum Felsen Adad (Adad heißt auf Tamaschek Finger), dem Endpunkt der Karawane. Hier treffen wir auf die Geländewagen, die uns abholen und in den Oasenort Al Awinat (Serdeles) bringen.
13. bis etwa 16. Tag: "Wiederauftauchen" in die sog. Zivilisation, Rückreise
Ein hübsches Camp unserer Partner bietet fließendes Wasser und somit eine wohlverdiente Dusche.
Am 13. oder 14. Tag verabschieden wir uns von unseren Tuareg-Begleitern.
Fahrt auf Asphalt nach Ghat (oder notfalls nach Sebha) und Inlandflug nach Tripolis.
Aufbruch zum Rückflug von Djerba nach Frankfurt oder ggfls.Tripolis - Frankfurt.
Inlandflüge innerhalb Libyens sind nur möglich bei Verfügbarkeit und bei einigermaßen absehbarer Zuverlässigkeit. Sollte der Inlandflug nach Norden zu einer günstigen Tageszeit stattfinden, so bleibt ggfls. noch Zeit für einen Besuch von Leptis Magna.
Änderungen und umgekehrter Verlauf der Tour vorbehalten!
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Termine & Preise 2011/1. Quartal 2012
| XXXXXXXXX Aktuell leider keine Termine! | € XXXXXX |
Leistungen
- Linienflüge von Frankfurt nach Djerba und retour (alternative Flugverbindung vorbehalten).
- Transfer und Hotelübernachtung im DZ mit HP bei Beginn und Ende der Tour auf Djerba. An-/Abreise in den Süden Libyens per Inlandflug oder mit Transferbussen, je nach Verfügbarkeit
- Fahrt in libyschen Geländewagen (ortsüblicher Zustand), einheimische Fahrer/ Führer
- Verpflegung aus der Expeditionsküche durch einheimischen Koch, Zelt auf Wunsch, Schlafmatten
- Europäische, deutschsprachige Reisebegleitung, GPS-Navigation
- Reiserücktrittskostenversicherung
- Zusätzlich während der Meharee: Pro Teilnehmer ein Reitkamel, ein Begleitfahrzeug während der Meharee, erfahrene Chameliers.
Zusätzliche Kosten
Visumgebühr, persönlich bestellte Essen u. Getränke, Trinkgelder, Unvorhergesehenes. Einzelzimmer/Einzelzelt € 50,-
Teilnehmerzahl
Mindestens 7 Personen, maximal 12.
Rail & Fly
Tunis Air bietet zum Aufpreis von EUR € 90,- (2.Klasse, Preis für 2010) eine Rail & Fly-Verbindung mit der Bahn zu den Abflughäfen in der BRD an. Bitte informieren Sie uns bei Buchung, ob Sie dies nutzen möchten.
Visa
Die Bedingungen zur Einreise nach Libyen wurden wieder erleichtert und "normalisiert". Reisende, die in einer Gruppe reisen, welche von einer lizensierten, libyschen Agentur betreut wird, erhalten ihr Visum problemlos bei Ankunft am Flughafen in Tripolis oder an der Landesgrenze, von Djerba kommend (natürlich nach einigen "vorbereitenden Maßnahmen" durch unser Büro).
Schweizer sowie österreichische Staatsbürger müssen sich bei den zuständigen Stellen nach dem aktuellen Stand der Dinge erkundigen.
Der Reisepass muss noch 6 Monate gültig sein und darf keinen Israelstempel enthalten.
Laut Auskunft ist z.Zt. auch keine Passübersetzung in arabische Schrift nötig. Wir raten jedoch dringend, eine solche Übersetzung in den Pass einfügen zu lassen. Denn Vorschriften können sich kurzfristig ändern und zusätzlich ist eine solche Übersetzung bei vielen Wüstenreisen in arabische Länder von großem Vorteil.
Die Adresse eines zuverlässigen Übersetzungsbüros erhalten Sie von uns nach Anmeldung.
Bitte mitnehmen: Gute Kopie Ihres Passes und 4 Passbilder.
Zelt
Bitte versäumen Sie nicht, auf dem Anmeldeformular anzukreuzen, wenn Sie eine Zeltübernachtung im 2-Personenzelt wünschen.
Literatur
Bei Buchung erhalten Sie eine ausführliche Literaturliste. Bitte beachten Sie auch unsere Literaturliste im Internet.
Ausrüstungsliste
Wie bei allen Touren, erhalten Sie bei Buchung eine detaillierte Ausrüstungsliste mit Klimatabelle.
Begriffserklärung
Erg, Idahan: Dünengebiet
Wadi, Oued: Trockenfluss
Um, Oum: Mutter, folglich Oum el Maa, Mutter des Wassers
Tamashek: Sprache der Tuareg
Tifinagh: Schrift der Tuareg, eine Berberschrift
Serdeles: Ortsname in Tamaschek für El Uweinat oder Al Awinat
Guelta: arabisch; offene, natürliche Wasserstelle
Guerba: arabisch, Wassersack aus Ziegenleder
Garamanten: Berbervolk, evtl. Vorfahren der Tuareg, siedelten bereits im 7.Jh. v.Chr. u.a. im Raum Gerama
Tassili: pittoresk verwitterte Sedimente, oft von Dünen durchzogen
Meharee, wichtige Informationen
Liegt Ihnen das Info-Blatt “Wichtige Informationen zu Kamelwanderungen” vor? Wenn nein, Sie finden es unter "Merkblätter", in der oeberen Navigationsleiste. Das Blatt gibt Auskunft zu Fragen bezüglich der Meharees.
Länderspezifische, weiterführende Informationen bietet das "Ländermerkblatt Libyen", welches wir speziell zum Ausdrucken für Sie vorbereitet haben.
Veranstalter
SUNTOURS GMBH Expeditionen Karawanen Trekking. Es gelten die Reisevertragsbedingungen der SUNTOURS GmbH, siehe oberste Navigationsleiste.
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SUNTOURS GmbH
Dorfstr. 14 Dornholzhausen
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