Adrar, Tagant & Keur Masène











Mauretanien,
Landesmitte vom Adrar
bis zum Senegalfluss -
ca. zwei Wochen



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Focus der Reise

Das kaum erschlossene Mauretanien ist ein Muss für Sahara-Liebhaber. Diese ca. zweiwöchige Geländewagentour führt in die wichtigsten und interessantesten Regionen des Landes.Verlauf der Tour Adrar, Tagant & Keur Masène

Mauretanien ist traditionell ein Transitland zwischen Maghreb und Sahel, uralte Karawanenwege und Handelsverbindungen prägten die Kultur dieses Landes. Noch heute lebt etwa die Hälfte der Bevölkerung als Nomaden, aber nur ca. 15 % der Landesfläche ist ständig bewohnbar. Im Süden des Landes mischen sich schwarzafrikanische Einflüsse (ca. 20 % der Bevölkerung) mit den arabisch-berberischen Traditionen der Mauren. Wenn wir die Hauptstadt Nouakchott verlassen haben, werden wir hin und wieder mit Lebensformen konfrontiert, die schon vor Jahrhunderten existierten.

Unsere Tour umfasst sehr unterschiedliche Landschafts-, Vegetations- und Lebensformen und bietet einen facettenreichen Eindruck von Mauretanien.

Vorgesehenes Expeditionsprogramm

1. Tag: Flug von Frankfurt über Casablanca nach Nouakchott.

Nach der Ankunft werden Sie abgeholt und in eine Herberge gebracht. Je nach Flugzeiten/Ankunftszeiten gibt es eine Übernachtung oder sog. „Dayrooms“ zum ausruhen und duschen. Zeit für einen ausführlichen Rundgang durch die Stadt und für Einkäufe bleibt meist am Ende der Reise.

2. Tag: Fahrt von Nouakchott am Strand entlang nach Norden und ins Landesinnere

Wir starten mit den Geländewagen am Strand von Nouakchott entlang der Küste nach Norden. Diese Fahrt ist etwas ganz Besonderes, da es keine asphaltierte Strasse oder Piste gibt. Man fährt auf dem schmalen Strandstreifen, was natürlich nur bei Ebbe möglich ist, bis zum Fischerort Tiouilit, vorbei an schönen Dünen. Mauretaniens Küste ist eine der fischreichsten der Welt und hier wohnen in kleinen Gruppen die dunkelhäutigen Fischer vom Stamm der Imraguen. Die Imraguen wurden bekannt durch ihre besondere Fischfangtechnik. Gemeinsam mit den zahlreich vorkommenden Delfinen, die ihnen Fische aus dem offenen Meer in die Netze treiben, fischen sie am Strand im Flachwasser. Eine passable Piste biegt von Tiouilit ab durch die Sandwüste ins Landesinnere nach Benichab, wo in ca. 90 m Tiefe fossiles Wasser vorhanden ist. Dieses Quellwasser wird direkt in die Mineralwasserfabriken gepumpt, abgefüllt und in den größeren Städten des Landes verkauft. Irgendwo auf der Strecke übernachten wir in den mitgebrachten 2-Personen-Zelten bzw. der Khaïma, dem traditionellen maurischen Nomadenzelt.

3. Tag: Vom Altantikstrand in die Dünen und das Bergland von Adrar

Die Landschaft wird zusehends steiniger und bei Akjoujt, einem kleinen Bergbaustädtchen (Kupfer), erreichen wir die neue Asphaltstraße, die Nouakchott mit der Stadt Atar im Adrar-Bergland verbindet. Wir folgen der Straße nur kurz und bald bauen sich vor uns die typischen Plateauformationen des Adrar auf. Eine holprige Piste bringt uns durch eindrucksvolle Berglandschaften in die Oase Terjit, die am Ende einer engen Schlucht liegt. Im kleinen Palmenhain fließt ganzjährig handwarmes Thermalwasser von den steilen Felswänden herab und speist ein kleines Badebecken sowie einen Bach. Hier wird in den maurischen Zelten der kleinen Herberge gerastet und übernachtet. Falls zeitlich möglich, können kurze Wanderungen durch die Schlucht auf die Plateauhöhe unternommen werden.

4. Tag: Fahrt durch den Adrar über Azougui und Atar nach Ouadane

Am nächsten Tag zurück zur Asphaltstrasse und auf dieser geht es in kleinen Serpentinen über Azougui (frühere Hauptstadt der Almoravidenherrscher), wo sich noch einige Ruinenreste und ein Heiligengrab befinden, nach Atar. Die Stadt liegt in einer weiten, durch den Zusammenfluss mehrerer Oueds gebildeten Ebene, die umrahmt wird von den Tafelbergen und Schichtstufen des Adrar. Der Ort ist Handels- und Verwaltungszentrum. Grosse Palmenhaine in der Umgebung liefern einen maßgeblichen Teil der mauretanischen Dattelernte, etwa die Hälfte aller Dattelpalmen des Landes wachsen hier.

Durch den Canon von Amogjar (Besichtung einiger prähistorischer Felsmalereien), windet sich die Straße auf die Plateauhöhe des Adrar-Berglands. Wir erreichen die alte Karawanenstadt Ouadane, die durch ihre schöne Lage beeindruckt. An einen steilen Hang schmiegen sich die Ruinen der einst von ca. 20.000 Menschen bewohnten Oase. Verfallene, ehemals starke Befestigungsanlagen (Ksar el Khali), verlassene steinerne Etagenhäuser und der frisch renovierte Turm der alten sechsschiffigen Moschee, geben Zeugnis von der einstigen Größe des Ortes, der im Mittelalter eines der wichtigsten innersaharischen Handelszentren war. Getauscht wurden sudanisches Gold gegen Salz und Datteln aus der Sahara. Es befinden sich noch alte, unschätzbar wertvolle Manuskripte und Bibliotheken in privater Hand und können evtl. besichtigt werden. Im Tal zu Füßen des Ortes bieten grüne Gärten, Palmgruppen und altertümliche Ziehbrunnen einen schönen Kontrast zur umgebenden Wüstenlandschaft. Übernachtung in den mitgebrachten Zelten.

5. Tag: Durch die Dünengebiete von Oudane nach Chinguetti

Etwa 120 km Fahrt durch immense Dünenlandschaften führen nach Chinguetti, das langsam im Sand versinkt. Übernachtung in einer Karawanenherberge.

Chinguetti wurde im 12. Jhdt. gegründet und gilt im Islam als eine der sieben heiligsten Städte. In ihrer Blütezeit im 13. Jhdt. besaß die Stadt elf Moscheen und lange Zeit war es Sammlungsort der Mekkapilger aus der ganzen Westsahara. Bedeutende islamische Bibliotheken und Koranschulen befinden sich in Chinguetti (ähnlich wie in Oualata), weshalb es von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Die Altstadt wird von den umgebenden Sanddünen des “Djouf” stark bedrängt und versandet zusehends, was während der Stadtbesichtigung immer wieder ins Auge fällt. Durch die wöchentlichen Charterflüge von Frankreich nach Atar während der Wintersaison sind recht viele Touristen in Chinguetti anzutreffen. Dadurch verliert der kleine Ort seinen eigentlich ruhigen und abgeschiedenen Charakter etwas.

6. bis etwa 8. Tag: Pistenfahrt von Chinguetti über Zarga, zum Krater Aouelloul und ins Tagant

Nach Verlassen der Stadt beginnt die Durchquerung der Tagantwüste mit unendlich erscheinenden Dünenzügen. Unsere Fahrer steuern den charakteristischen Bergzug von Zarga an und wir setzen die Fahrt entlang dieses Rückens nach Südosten zum Krater von Aouelloul (entstanden durch einen Meteoriteneinschlag) fort. Zunächst stoßen wir noch auf kleine Nomadensiedlungen, jedoch wird es nach und nach menschenleerer und wir durchqueren typische Wüstenlandschaften. Hammadas (große geröllige Ebenen) wechseln ab mit Sanddünenfeldern, Bergzüge tauchen auf, die Gegend macht während der nächsten drei Tage einen recht unberührten Eindruck. Übernachtungen im Freien in den mitgebrachten Zelten.

9. bis 11. Tag: Das mittelalterliche Tidjikja und die letzten „Saharakrokodile“ bei Matmata

Schließlich erreichen wir Tidjikja, eine der mittelalterlichen Städte Mauretaniens, gegründet um 1680. Lange Zeit war der Ort ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für die west-östliche Verbindung nach Timbuktu und zum Nigerbogen sowie nach Norden zu den Adrar-Oasen. Der große Palmenhain, der Markt und die typische Architektur der Häuser sind Ziel unseres Besuchs. Übernachtung in einer Herberge.

Von Tidjikja fahren wir in südwestlicher Richtung ins kleine Dorf N’Beika, schön gelegen am Fuße großer Dünen, und biegen dort nach Matmata ab. Dies ist ein abgelegenes, schluchtartiges Flusstal, in dem sich ganzjährig mit Wasser gefüllte Tümpel befinden. Hier existieren (so wie im Ennedi im Tschad) noch einige endemische Exemplare von Saharakrokodilen. Übernachtung im Freien bzw. im Zelt.

Ein ganzer Tag Aufenthalt ist im Matmata-Tal geplant, so dass hoffentlich jeder aus der Gruppe die Gelegenheit hat, eins oder mehrere der extrem seltenen Krokodile zu beobachten. Es gibt einige Felsmalereien zu sehen und der Ruhetag wird uns gut tun. Übernachtung nochmals an Ort und Stelle.

12. Tag: Matmata - Aleg -Bogué, im Südwesten des Landes

Wir überqueren kurz einen Abschnitt der sogenannten “Straße der Hoffnung” (Route d’espoir), die die Hauptstadt Nouakchott im Westen mit dem Ort Nema im Osten (ca. 1.100 km) an der Grenze zu Mali verbindet, um nach nach Bogué zu gelangen.

Die Stadt liegt am Senegalfluss, der die Grenze zwischen Mauretanien und Senegal bildet. Hier erleben wir den augenfälligen Unterschied zwischen der maurischen Kultur, die wir bisher kennen gelernt haben und der bäuerlichen schwarzafrikanischen, deren Angehörige zu den Ethnien der Sarakolle (deren Sprache heißt Dioula) und den Tukulor (Pular) gehören. Während der Herfahrt haben wir auch die Grenze zwischen arider Wüste und Sahel überschritten. Am Fluss, in den alljährlich während der Regenzeit überfluteten Auen, ist der Anbau von Reis, Sorghumhirse und Mais möglich; auf den höher gelegenen Trockenfeldern gedeihen Maniok, Kolbenhirse und Bohnen. Große Bedeutung hat natürlich auch der Fischfang im Senegalfluss. Während die nomadisch lebenden Mauren vorwiegend von Couscous, Fleisch und Milchprodukten leben, verzehren die schwarzafrikanischen Bauern fast täglich Reis mit Fisch.

Auch die Bauweise der Dörfer (Kegeldachhütten, Hirsespeicher, Lehmhäuser) unterscheidet sich deutlich von den nördlichen Siedlungen, und erst recht das Handwerk. Schmiede stellen das notwendige Handwerkszeug für den Feldbau her, schnitzen Mörser zum Stampfen der Hirse und ihre Frauen sind oft als Töpferinnen tätig. Gepflegt wird auch die Tradition der “Griots”, der Bänkelsänger, die die alten Gesänge und Balladen über Generationen hinweg bewahrt haben und ein wichtiges Element der mauretanischen Musik sind. Wir übernachten irgendwo in den mitgebrachten Zelten.

13. bis 14. Tag: Entlang des Senegalflusses von Bogué über Rosso nach Keur Masène, Besuch des Naturpark Diawling, und Tigint

Entlang des Senegalflusses fahren wir zur Grenzstadt Rosso und erreichen ca. 30 km westlich davon im Gebiet der Senegalmündung Keur Masène. Das flache Marschland und die sich jenseits der Küstendünen hinziehenden Niederungen bilden den Lebensraum von Wasservögeln und Warzenschweinen. Camping im Freien.

Der nächste Vormittag steht für eine Tour in den Naturpark Diawling zur Verfügung. Nachmittags Rückfahrt Richtung Norden nach Nouakchott, durch die sanftgewellte Sanddünenlandschaft Trarza, vorbei an rötlich-gelben Wanderdünen und Viehbrunnen mit Herden und letzte Zeltübernachtung.

15. Tag: Rückfahrt nach Nouakchott

Ankunft am frühen Vormittag. Den letzten Tag in Nouakchott verbringen wir mit dem Besuch der Märkte und evtl. des Museums. Am Nachmittag Ausflug zum Strand mit dem lebhaften Fischereihafen. Das Gewimmel der Fischer und der bunten Pirogen am Atlantikstrand, der ungewohnte Autoverkehr und letzte Einkäufe mit intensivem Handeln in der Stadt, werden uns sicherlich nach dem Aufenthalt in der Wüste etwas “chaotisch” erscheinen. Übernachtung in einer Herberge oder „Dayrooms“, je nach Flugzeiten.

16. Tag: Rückflug nach Europa

Derzeit früh am Morgen Transfer zum Airport und Rückflug von Nouakchott nach Casablanca und Weiterflug nach Frankfurt.

Änderungen vorbehalten!

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Termine & Preise 2009/2010

10.10.2009 - 25.10.2009 € 2.480,-
07.11.2009 - 22.11.2009 € 2.480,-
26.12.2009 - 10.01.2010 € 2.480,- *
20.02.2010 - 07.03.2010 € 2.480,-
27.03.2010 - 11.04.2010 € 2.480,- *
09.10.2010 - 24.10.2010 € 2.480,-
06.11.2010 - 21.11.2010 € 2.480,-
25.12.2010 - 09.01.2011 € 2.480,- *
* Hochsaisonzuschlag € 60,-
Aufpreis Einzelzimmer/Einzelzelt € 130,-

Leistungen

Zusätzliche Kosten

Visumgebühren, persönlich bestellte Restaurantessen und Getränke, Trinkgelder, Unvorhergesehenes.

Abflüge ab anderen Städten

Royal Air Maroc bietet Flugverbindungen nur ab Frankfurt oder Düsseldorf.

Rail & Fly, Anreise zum Abflugort mit der Bahn

Royal Air Maroc offeriert für € 80,- (Tarif gültig für 2009/2010) ein Bahnticket, 2. Klasse, zum Abflugort und zurück, gültig ab allen Bahnhöfen der BRD. Bitte bei Anmeldung angeben, falls gewünscht.

Teilnehmerzahl

Mindestteilnehmerzahl 7 Personen, maximal 12.
Sollten sich nur 6 Personen angemeldet haben, ist die Tour dennoch durchführbar, mit einem Aufpreis von nur € 80,- p. Person.

Zelt

2-Personen-Zelte unserer mauretanischen Partneragentur stehen zur Verfügung.

Einzelzimmer/Einzelzelt

Ein Einzelzimmer kann nur in Nouakchott reserviert werden, in den Herbergen ist dies nicht möglich. Der in der Preistabelle genannte Preis gilt also für Einzelzimmer in Nouakchott und Einzelzelt während der Tour.
Tipp: In manchen Herbergen kann im Hof das Zelt aufgebaut werden, falls man nicht im Zimmer mit mehreren Personen schlafen möchte.

Ausrüstungsliste/Literatur

Bei Buchung erhalten Sie eine detaillierte Ausrüstungsliste mit Klimatabelle. Literaturl: Bitte beachten Sie unsere Literaturliste im Internet.

Ergänzende Informationen zum Reiseland Mauretanien

Visa sind obligatorisch. Anträge und Anleitung erhalten Sie von uns. Malaria-Prophylaxe erforderlich. Gelbfieberimpfung wird in Mauretanien nur noch verlangt, wenn man aus einem afrikanischen Land kommend einreist.

Siehe auch „Ländermerkblatt Mauretanien“, welches wir zum Ausdrucken für Sie vorbereitet haben.

Veranstalter

SUNTOURS GMBH Expeditionen Karawanen Trekking. Es gelten die Reisevertragsbedingungen der SUNTOURS GmbH, siehe oberste Navigationsleiste.

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