Ein Informationsblatt der
SUNTOURS GmbH Expeditionen Karawanen Trekking
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Aktuell, Mai 2011:
Nach der Aufhebung der Reisewarnung des AA in Berlin, können die Reisen in die Weisse Wüste und Umgebung wieder stattfinden (z.B. "Karawane Weisse" Wüste und die Geländewagentour "Karafish & Weisse Wüste").
Für die Regionen Sandsea, Gilf Kebir und Djebel Uweinat hatten wir vor dem Umsturz in Ägypten den folgenden Stand der Dinge. Wir hoffen, dass sich auch hier, bei der positiven Erneuerung im Land, die Bedingungen bessern. Bzw. unser örtlicher Partner muss herausfinden, ob die folgenden, bisherigen Regelungen noch gelten:
Laut Auskunft unserer Partner haben die Behörden in Ägypten an einer Verbesserung der Sicherheitslage im Grenzgebiet intensiv gearbeitet. Posten wurden eingerichtet, es wird Streife gefahren. Der örtliche Expeditionsleiter muß ein Satellitentelefon mit sich führen und jeden Abend seine Position an die Posten melden.
Obwohl die Reisen aller Agenturen in 2009 und 2010 auf obiger Basis gut verliefen, wurde von den ägypt. Behörden für die verbleibende Saison 2010 sowie für die Saison 2011 beschlossen, dass bei jeder Reise eine mehrköpfige Eskorte mitfährt. Im mittleren/nördlichen Gilf etwa vier Militärs oder Polizisten und bei Touren die zum südlichen Gilf und bis zum Djebel Uweinat führen, etwa acht "Begleiter" mit zwei Fahrzeugen.
Wir konzentrieren uns nun bei der Region Gilf Kebir und Sandsea auf zunächst einen Termin im November 2011.
Hierbei wird der Djebel Uweinat (in der absoluten Grenzregion gelegen) nicht angefahren.
Vorteil: Es fährt nur eine kleine Eskorte mit und wir konnten die Kosten für die Eskorte in den Preis einkalkulieren.
Mehrere Reisen unserer ägyptischen Partner in diesen Regionen sind - nach den Umwälzungen in Ägypten - problemlos und gut verlaufen.
Das Auswärtige Amt in Berlin rät vom Besuch der Grenzregionen im Südwesten ab, bzw. „dringend ab“.
Bitte informieren Sie sich und treffen Ihre persönliche Entscheidung völlig frei.
Bei unseren Reisen "Karawane Weisse Wüste", bei der Geländewagentour "Karafish & Weisse Wüste" im Landesinneren und auch auf Sinai besteht zur Zeit keine Pflicht zur oben erwähnten Eskorte.
Lage / Entfernungen
Die westliche Wüste umfaßt etwa zwei Drittel der gesamten Landfläche Ägyptens (ca. 681.000 km²), was ungefähr der Größe Frankreichs entspricht. Sie ist aufgrund des hyperariden Klimas bis auf wenige Oasen unbewohnt. Bis ins 20. Jhdt. hinein blieb die westliche Wüste, auch libysche Wüste genannt, ein weitgehend unerforschter weisser Fleck auf allen Landkarten. Lediglich einige Expeditionsreisen des Forschers Gerhard Rohlfs in den siebziger Jahren des 19. Jhdt. gaben Aufschluß über Landschafts-formen, Entfernungen und Besonderheiten dieser Region.
Erst die Neuveröffentlichung inzwischen populär gewordener Bücher, wie L. Almasys „Schwimmer in der Wüste“ oder Rohlfs „Drei Monate durch die Libysche Wüste“, sowie die Artikel in der Zeitschrift GEO von Carlo Bergmann und Uwe George haben das Interesse an der libysch-ägyptischen Wüste verstärkt.
Vom Südwesten des ägyptischen Territoriums, wo der Djebel Uweinat ca. 1.900 Höhenmeter und das Gilf Kebir ca.1.000 m erreichen, fällt das Gebiet bis zum Nordosten des Landes ständig ab und endet in den tiefen Depressionen (bis zu 134 m unter dem Meeresspiegel) der Quattarah-Senke. Nubischer Sandstein aus dem Paläozoikum prägt die südliche Westwüste zum größten Teil. Das Zentrum bilden Kalksteine aus dem Eozän und diese gehen im Norden in jüngere Kalksteine aus dem Miozän über. Die Ausnahme bilden lediglich die im äussersten Südwesten gelegenen Massive des Uweinat und des Gilf Kebir aus vulkanischem und metamorphem Gestein. Die westlich der „New Valley“-Oasenkette liegende libysche Wüste ist bedeckt von einem riesigen, absolut wasser- und vegetationslosen Gebiet mit unzähligen Dünenzügen, dem „Großen Sandmeer“, welches sich noch weit auf libysches Staatsgebiet hinüber erstreckt. Auch der Djebel Uweinat liegt im Grenzgebiet auf dem Territorium Libyens, des Sudan und Ägyptens. Auch aus diesem Grund (nicht nur wegen der schwierigen Versorgung) ist diese Region recht sensibel und es bedarf guter Ausrüstung und Genehmigungen der ägyptischen Behörden, sowie kundiger Führer um Expeditionsfahrten hierher nicht zur „Abenteuerreise“ werden zu lassen.
Die wenigen Bewohner (im Vergleich zur restlichen ägyptischen Bevölkerung von etwa 68 Mio.), die sich in den Oasen wie Siwa, Bahariya, Farafra, Dakhla und Kharga angesiedelt haben, sind in der Hauptzahl Bauern, die seit Jahrhunderten Landwirtschaft betreiben und die Wüste als Bedrohung empfinden, sei es wegen des lebensfeindlichen Klimas oder auch aufgrund der Nomaden, die immer wieder überfallsartig auftauchten und den Sesshaften ihre schwer erarbeiteten Erträge raubten. Daher ist es verständlich, dass die Einwohner bis zum heutigen Tag wenig Lust verspüren, die Wüste zu erkunden und ihre sicheren Oasen zu verlassen. Erst die verstärkte Nachfrage aus dem touristischen Sektor hat einen bisher kleinen „Wüstentourismus“ erblühen lassen. Tourismus in Ägypten beschränkt sich weitgehend noch immer auf Kairo, das Niltal mit dem pharaonischen Kulturerbe, die Badeorte am Roten Meer und den Sinai.
Notizen zu markanten Orten und landschaftlichen Höhepunkten
Weiße Wüste
Das etwa 4.500 km² umfassende Gebiet - südlich der Oasenkette von Bahariya und nördlich von Farafra gelegen - ist bekannt wegen seiner bizarr erodierten, oft strahlendweissen Felsformationen, zwischen denen sich feiner Sand abgelagert hat. Die nahe der Asphaltstrasse gelegenen Regionen sind leider recht strapaziert durch zahlreiche Kurztrips und „Ausflüge“ in die Wüste. Wir haben jedoch auch abgelegenere Ecken und Regionen entdeckt, wo man mit Kamelen oder mit Fahrzeugen ungestört lagern kann. Möglichst viel zu Fuß gehen hinterläßt keine Fahrzeugspuren in der empfindlichen Wüstenoberfläche und man entdeckt auf diese Art viel mehr Details wie Versteinerungen, bizarr gewachsene Kristalle etc.
Geländestufe von AL Aqabat
Eindrucksvolle Abbruchkante mit großen Felsen und Inselbergen in kalkigem Weiß am Ostrand der Weißen Wüste. Zahlreiche Versteinerungen zeugen von Meerwasserüberflutungen im Laufe der Erdgeschichte.
Djara - Rohlfs Höhle
Ein wohl einmaliges Erlebnis stellt der Besuch der Tropfsteinhöhle Djara dar. Einheimische Begleiter zeigten dem Forscher Gerhard Rohlfs während einer seiner Expeditionen im Jahr1873 den Zugang zur Höhle, die am alten Karawanenweg von Bahariya nach Assiut liegt. Wiederentdeckt hat die imposante Höhle Carlo Bergmann, der es sich seit einigen Jahren zum Ziel gesetzt hat, alte Karawanenwege und frühgeschichtliche Fundplätze in der westlichen Wüste zu erforschen. In der Höhle befinden sich prächtige Stalaktiten und auch einige Stalagmiten, eine davon mit prähistorischen Gravuren verziert.
Nicht weit entfernt haben wir und unsere Partner eine echte Sensation gefunden: Eine weitere Höhle, mit Gravierungen und Felsbildern!
Abu Muharik Düne
Der durchschnittlich 30-40 m hohe Dünenzug ist mit etwa 400 km Länge einer der längsten der Erde. Er beginnt nordöstlich von Bahariya und endet ziemlich genau nördlich der Oasenstadt Kharga. Der Name Muharik dürfte von haraka kommen, was Bewegung heißt. Verständlich wird der Name, wenn man sieht wie die Sande bei Kharga im Süden über den Steilabfall wandern.
Ain Dallah
Wichtiger Brunnen und heute Militärposten am Karawanenweg von Farafra nach Siwa, nördlich des Abu-Said-Plateaus gelegen.
Bahariya
Die nördlichste der Ringoasen im „New Valley“. Im Gegensatz zum „alten“ Niltal, bezeichnen die Ägypter die Oasen der Westlichen Wüste als New Valley. Unterhalb der Abbruchkante eines riesigen Kalksteinplateaus liegen die Schwesteroasen Bahariya, Farafra, Dakhla und Kharga aufgereiht und nun verbunden durch eine neue Asphaltstrasse. Alle Oasen waren durch Karawanenwege sowohl mit Siwa im Nordwesten als auch mit den Orten im Niltal und untereinander verbunden.
Bahariya ist die Bezeichnung für mehrere kleinere und größere Oasen, deren Hauptort Bawiti heißt.
In die Schlagzeilen der Weltpresse geriet Bawiti und Umgebung durch die Entdeckung eines riesigen Friedhofs, in dessen Grabkammern evtl. über 10.000 Mumien schlummern. Einige mit Blattgold überzogene und bemalte Mumien (aus dem 3. vor- bis 4. nachchristl. Jh.) sind im örtlichen Museum zu bewundern. Auch einige Grabkammern mit farbprächtigem Wandschmuck sind inzwischen soweit präpariert, dass sie besichtigt werden können.
Dakhla
Dichtbesiedelte Oasensenke unterhalb eines grandiosen, in sämtlichen Pastelltönen leuchtenden Steilabfalls. Bei unseren Touren besuchen wir meist den ehemaligen Hauptort und damit ältesten Teil der Oase, El Qasr. Die Altstadt von Qasr ist sehr sehenswert und wird geschmückt vom Minarett der Nassereddin Moschee (11. Jh.). Vom Turm der neuen Moschee hat man einen umfassenden Blick auf den alten Teil von Qasr, der in seinen Mauern u.a. eine Ölmühle, Gerichtshof, Schule und viele Lehmziegelhäuser mit alten verzierten Stützbalken birgt. Lohnenswert ist auch ein Besuch der Töpferei, wo die berühmten Ton-Behälter in U-Boot-Form hergestellt und gebrannt werden.
Kharafish
Bedeutet sinngemäß „schwieriges Terrain“, gemeint ist eine abwechslungsreiche, schwierig zu befahrende Landschaft auf dem Kalksteinplateau nördlich von Dakhla. Der eher nüchtern berichtende Forscher Gerhard Rohlfs, geriet in seinem Buch „Libysche Wüste“ geradezu ins Schwärmen als er den Übergang vom Kharafish zum Steilabfall nach Dakhla beschrieb. Das von sandigen Flecken durchzogene Felsenlabyrinth besteht zunächst aus niedrigen, blank geschliffenen Kalkfelsen, die fast den Eindruck von Eisschollen oder Gletscherzungen erwecken. Nach und nach ragen immer höhere Felsgebilde empor, deren bizarr verwitterte Ausformungen vielfältige Impressionen bieten, bis sich die Piste in steiler Abwärtsfahrt über Sandrampen in die Dahklasenke windet.
Abu Ballas
Ca. 160 km westlich von Dakhla am Fuß eines Hügels gelegener Fundort von mehr als hundert Tonkrügen, die bisher noch nicht genau datiert werden konnten. Der „Wüstengeher“ Carlo Bergmann hat bei seinen Wanderungen herausgefunden, dass Abu Ballas ein Depot war, welches an einer Karawanenroute lag, deren östliches Ende Dakhla darstellt. Wohin diese Route führte, wer ihr folgte und in welchem Zeitraum sie benutzt wurde, haben die Wissenschaftler noch nicht feststellen können. Weitere Depots bzw. Funde von Tonkrügen und -scherben, sowie Felsritzungen hat Bergmann in seinem Buch „Der letzte Beduine“ beschrieben. Er vermutet, dass die Krüge Wasser enthielten und die Karawanenwege auf jeden Fall mit Eseln begangen wurden. Leider ist der Platz inzwischen relativ viel besucht und stark geplündert.
Djebel Uweinat
Im äussersten Südwesten Ägyptens gelegenes Bergmassiv, das sich über die Grenze auch auf sudanesisches und libysches Territorium erstreckt. Der Djebel Uweinat (eigentlich heißt er Djebel Nari - Feuerberg) ist 1907 m hoch und ragt ca. 1.700 m über die umgebende Landschaft auf. Seinen jetzigen Namen erhielt er von Hassanein Bey, seinem ägyptischen Entdecker, der 1924 im National Geographic Magazine einen Bericht über seine Aufsehen erregende Expedition veröffentlichte. Damals erfuhr die Weltöffentlichkeit von einer immensen Fülle von Felsgravuren und Felszeichnungen, die die Wände der Täler bedecken und hautptsächlich Tiere abbilden, jedoch auch jagende und tanzende Menschen. Zu Zeiten der Expeditionsreisen von Hassanein Bey, Kamal ed Din und Ralph Bagnold (zwischen 1924 und 1930) lebten noch Nomaden im Djebel Uweinat: Tubu (die aus Kufra in Libyen vertrieben wurden und zum größten Teil ins Tibesti umsiedelten) und Goran (aus dem nördlichen Sudan stammend). Da die Täler des Berges nur nach periodischen Regenfällen Wasser führten, also reine Regenoasen waren, sind heute keine Menschen mehr anzutreffen (außer wissenschaftlichen, militärischen und touristischen Besuchern).
Karkur Talh
Ist der Name des nördlichen großen Tals im Djebel Uweinat, welches dicht mit Talh-Akazien bestanden ist und in dem L.Almasy 1933 Mengen von Felsmalereien und Gravuren entdeckt hat. Die Zeichnungen befinden sich in Felsüberhängen, die sich zwischen zwei unterschiedlichen Gesteinsarten, dem wasserundurchlässigen Vulkangestein und dem darüberliegenden nubischen Sandstein durch Austreten von Wasser bilden konnten. Carlo Bergmann schildet in seinem Buch, dass er bei seinem Aufenthalt im Karkur Talh mit seiner Kamelkarawane des nachts Rudel von Gazellen, Mähnenschafen und Steinböcken belauschen konnte, die im Schutz des Dunkels von den Berghängen herabpolterten und im Tal ästen. Ein Erlebnis, welches mit motorisierten Fahrzeugen wohl kaum zu haben ist, da die Tiere über lange Zeiträume gejagt wurden und die Jäger mit Autos in das Bergmassiv eindrangen. Übrigens reiste Hassanein Bey noch mit Kamelen, einem Reitpferd sowie einem Hund auf seinem insgesamt ca. 3.500 km langen Marsch ins Uweinat-Gebiet und musste den gesamten Wasservorrat auf den Tieren transportieren (neben allem anderen). Eine immense Leistung dagegen sind unsere heutigen Expeditionen mit Allradfahrzeugen bequeme Ausflüge.
Gilf Kebir
Die „Große Klippe“ nannte sein Entdecker Kamal ed Din 1925/26 dieses Sandsteinplateau nördlich des Djebel Uweinat gelegen. Im Kern aus vulkanischem Gestein, umgeben von aufgelagertem weicherem Sandstein, haben sich zahlreiche tiefe Täler ins Plateau eingegraben, unter anderen das legendäre „Zarzura“, welches heute Wadi Abdelmalik heißt, nach seinem langjährigen letzten Bewohner, einem Kamelzüchter und Karawanenführer. Die Oberfläche des Plateaus senkt sich leicht von Westen nach Osten und wird im Norden und Nordosten von den Dünen der Großen Sandsee bedrängt. Im Nordwesten sind die Wadis (Wadi Surah, Wadi Hamrah, Wadi Talh) relativ gut zugänglich, ebenso auch auf auf der Südost- und Ostseite des Gilf (Wadi Wassa, Wadi Bakht und Wadi al-Mashi). Berühmt geworden ist das Gilf Kebir jedoch durch die Entdeckungsreisen des ungarischen Grafen Ladislaus E. Almasy („Schwimmer in der Wüste“, Haymon Verlag) und den Film „Der englische Patient“, der leider die reale Person Almasys und seine Reisen und Forschungen „hollywood-mäßig“ oft verfälscht.
Die Eingangsszene des Films, auf der ein Pinsel Felsbilder entstehen läßt, und die gesamte Handlung und Darstellung, hat mit den tatsächlich vorhandenen Felsbildhöhlen im Wadi Surah nicht viel gemein; die Realität ist spannender und sieht völlig anders aus, zumal wir Ihnen eine weitere Höhle zeigen, die wesentlich attraktiver ist, als die gemeinhin bekannte. Tatsächlich hat es in den Tälern am Fuße des Gilf Kebir zwischen 8800 und 3300 v. Chr. temporäre Seen gegeben und es ist durchaus denkbar, dass die abgebildeten „Schwimmer“ wirklich schwimmen und tauchen konnten.
Vor der Südspitze des Gilf Kebir liegt ein schlichtes Denkmal, welches an Kamal ed Din erinnert und östlich davon noch weiter südlich finden sich als wichtige „Landmarken“ Eight Bells (acht Hügel aus dunklem Gestein) und die Clayton Craters. Die vulkanischen Krater (einige erreichen immerhin ca 1000 m Durchmesser) bilden eine Kette, an deren westlichem Ende die Krater von Peter & Paul liegen, so benannt von Sir Robert Clayton, ihrem Entdecker. Es fanden sich im Inneren der Krater und auf der umliegenden Hochebene zahlreiche Steinkreise, die jedoch bisher von der Wissenschaft noch nicht zeitlich eingeordnet werden konnten.
Landminen
Uns ist es ehrlich gesagt etwas unverständlich, warum manche unserer Kollegen nicht auf das Vorhandensein von Minen klar und deutlich hinweisen. Das Grenzgebiet Ägypten / Libyen / Sudan ist zum Teil aus Weltkriegszeiten, z.Teil evtl. auch von jüngeren Konflikten herrührend leider in einigen Gebieten mit Minen verseucht.
Gottlob sind diese Stellen nach derzeitigem Wissensstand jedoch bekannt und es gab noch keinen Minenunfall bei einer Expedition, die von ägyptischen Führern/Fahrern begleitet wurde.
Trotzdem müssen wir prophylaktisch klarstellen: Für Nachwirkungen aus Kriegshandlungen, sowie für kriminelle Handlungen (zu denen wir das Auslegen von Minen zählen) übernimmt die SUNTOURS GmbH keine Haftung.
Visa
Bürger der BRD benötigen für Ägypten ein Visum, welches bei der Einreise in Kairo am Flughafen erteilt wird. Ihr Reisepass muss bei Ausreise aus Ägypten noch 6 Monate Gültigkeit aufweisen. Das Visum kostet derzeit € 20,--.
Impfungen
Polio dringend empfohlen
Tetanus dringend empfohlen
Diphterie dringend empfohlen
Hepatitis A & B dringend empfohlen
Malaria-Prophylaxe ist nur in den Monaten Juni-Okt. im Fayoum-Gebiet erforderlich, bitte lassen Sie sich beraten.
Klima/ Ausrüstung
Beste Reisezeit ist - wie bei allen Saharatouren - die Zeit von Oktober bis April. An der Küste findet sich mediterranes Klima, im Landesinneren herrscht kontinentales, heisses und trockenes Wüstenklima. Nachts kann es in den Wintermonaten (Ende November bis Anfang Februar) kalt bis sehr kalt sein (selten, aber manchmal auch unter Null). Es gibt kaum Niederschläge, selten kommt es zu richtigen Regenfällen, jedoch hin und wieder zu heftigen Sandstürmen, gegen die es kaum Schutz gibt.
Nach Anmeldung erhalten Sie eine Ausrüstungsliste. Vorab jedoch schon die dringende Bitte um leichtes, kleines Gepäck. Aufgrund der teilweise schwierig zu befahrenden Strecken sind die Fahrzeuge und deren Lenker dankbar für Gewichtsbeschränkung. Wer anschliessend noch einen Aufenthalt in einer anderen Region Ägyptens geplant hat, kann zusätzlich benötigte Kleidung/Ausrüstung bei unserer Partner-Agentur in Bawiti oder Kairo, aufbewahren lassen.
Zelte
Wir oder unsere örtlichen Partner stellen ohne Aufpreis Zelte für jeweils 2 Personen zur Verfügung. Einzelzelte gegen geringen Aufpreis (wird meist in Zusammenhang mit Einzelzimmer gewünscht) in Ausnahmefällen. Bitte kreuzen Sie auf dem SUNTOURS Anmeldeformular an, ob Sie im Freien schlafen möchten oder im Doppelzelt; wir nehmen dann entsprechend viele Zelte mit auf die Tour.
Währung
In Ägypten gilt das ägyptische Pfund (LE). Der Umtausch ist bei Ankunft am Flughafen in Kairo problemlos möglich (z.B. um die Visa-Gebühren zu zahlen), jedoch gibt es auch vielfache Möglichkeiten in der Stadt bei Banken oder Wechselstuben zu wechseln. Wir raten Bargeld für die zusätzlichen Ausgaben wie Trinkgelder, persönliche bestellte Restaurantessen und Getränke sowie fakultative Ausflüge (Pyramiden, ägypt. Museum, Stadtbesichtigungen, Museen in den Oasen) mitzuführen. Für weitere Ausgaben (z.B. größere Souvenirs, Unvorhergesehenes/Notfälle) können Sie Kreditkarten oder Traveller Checks nutzen.
Flüge
Wir empfehlen z.Zt. Flüge mit Lufthansa. Diese können Sie gleichzeitig mit dem Landarrangement bei uns buchen.Bei zwei kürzeren Touren sind die Termine so gelegt, dass preisgünstige Flüge von TUIfly genutzt werden können. Bitte informieren Sie sich in der jeweiligen Tourenbeschreibung oder auf unseren Internetseiten.
Literatur
„Der letzte Beduine“ von Carlo Bergmann, Rowohlt Verlag 2001
„Flucht in die Wüste“ (Artikel von Carlo Bergmann, GEO 12/1990)
„Der Pfadfinder“ (Artikel von Carlo Bergmann, GEO SPEZIAL 6/1992)
„Der Stein des Tutanchamun“ (Artikel von Uwe George, GEO 10/2000)
„Schwimmer in der Wüste“ von Ladislaus E. Almásy, Haymon Verlag 1997 (nun auch als Taschenbuch bei dtv)
Antiquariat
„Drei Monate durch die Libysche Wüste“ von Gerhard Rohlfs (Nachdruck Köln 1996)
„Weenak die Karawane ruft“ von Hansjoachim von der Esch, Leipzig 1941
„Die Straße der vierzig Tage“ von L.E. Almásy, Leipzig 1943
Spezielle Informationen zur Kameltour
Im Gegensatz zu den „Meharees“ (Karawanentouren, bei denen geritten wird) in der zentralen Sahara, haben wir in der westlichen ägyptischen Wüste keine nomadischen Begleiter, sondern die Besitzer der Kamele sind sesshafte Oasenbewohner, die sich jedoch im Zielgebiet sehr gut auskennen. Die Karawanentour ist auch für Anfänger geeignet, da die Tiere gut dressiert sind und Sie jederzeit auch zu Fuß die Strecken zurücklegen können.
In Ägypten werden die Kamele auf dem Höcker gesattelt, und man sitzt mit zu beiden Seiten herabhängenden Beinen darauf (nicht wie beim Tuareg-Sattel vor dem Höcker und mit gekreuzten Füßen in der Halsbeuge). Zwischen Lastkamelen und Reitkamelen wird kein Unterschied gemacht. Wer müde ist, vom Laufen, steigt auf ein Kamel, das wenig Gepäck trägt.
Die einheimischen Begleiter und unser der Tourguide sind bemüht, mit den Kamelen möglichst wenig auf den befahreneren Strecken in der Weißen Wüste unterwegs zu sein und sich mehr „abseits“ zu halten. Die häufig angefahrenen Stellen und sehr bekannten Kalkformationen werden wir eher mit den Fahrzeugen besuchen und lieber während der Kameltage abgelegenere Routen begehen.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Vorbereitung zur Reise. Falls Sie Fragen haben, wenden Sie sich ohne zu zögern an uns, wir beraten Sie gern.
Ihre Sylvia & Rainer Jarosch
Stand: Mai 2011
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